Die Gewerkschaft Verdi hat einen Warnstreik für die Ikea-Filialen in Köln Godorf und Butzweilerhof am 6. Mai angekündigt, um für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Forderungen umfassen eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent sowie einen Mindeststundenlohn von 14,90 Euro.
Kölner Ikea-Beschäftigte rufen zu Warnstreiks in Godorf und Butzweilerhof auf

Die Ikea-Filialen in Köln werden am Mittwoch von einem Warnstreik betroffen sein. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Standorte in Godorf und Butzweilerhof dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Der Streik wird von einer Kundgebung begleitet, die um 8.30 Uhr vor dem Butzweilerhof beginnen soll. Ein Vertreter von Verdi erwartet, dass etwa 80 Personen an der Aktion teilnehmen werden.
Der Hintergrund des Warnstreiks ist das ergebnislose Ende der ersten Verhandlungsrunde in der aktuellen Tarifrunde für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen. Die Arbeitgeber haben kein Angebot unterbreitet, was für Verdi Anlass ist, den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.
Verdi-Sekretär Viktor Efa äußerte sich kritisch zu dem Verhalten der Arbeitgeber und betonte, dass die Beschäftigten, die täglich im Geschäft arbeiten, mehr Wertschätzung verdienen. Stattdessen müssten sie mit weiteren Reallohnverlusten rechnen.
Von dem Streik sind die Ikea-Filialen in Butzweilerhof und Godorf betroffen, wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte. Er erklärte, dass Ikea den Branchentarifvertrag unterstütze, da dieser sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber Verlässlichkeit und Sicherheit biete. Zudem respektiere Ikea das Streikrecht und die Autonomie der Tarifparteien, weshalb das Unternehmen während der laufenden Verhandlungen keine Stellung zu den Forderungen von Verdi nehmen wolle.
Verdi fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für einen rentenfesten Mindeststundenlohn von 14,90 Euro und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro ein. Die Laufzeit der neuen Tarifverträge soll zwölf Monate betragen.
Efa betonte die Dringlichkeit einer Einigung und wies darauf hin, dass die Menschen dringend nachhaltige und tabellenwirksame Entgelterhöhungen benötigen, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken und finanziell sorgenfrei ins Rentenalter zu gehen. Er forderte ein deutliches Zeichen von den Arbeitgebern.
Die nächste Verhandlungsrunde im Einzelhandel ist für den 13. Mai angesetzt. Laut Verdi sind im Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen rund 734.000 Beschäftigte von dem Verhandlungsergebnis betroffen.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








