Nach den Schüssen beim Korrespondentendinner in Washington wird der Staatsbesuch von König Charles III. und Königin Camilla in den USA überprüft. Sicherheitsbedenken könnten Auswirkungen auf die Reisepläne des Königspaares haben.
König Charles III. plant Staatsbesuch in den USA: Sicherheitsvorkehrungen im Fokus

Der britische Monarch König Charles III. und seine Gemahlin Königin Camilla werden am kommenden Montag zu einem mehrtägigen Staatsbesuch in die Vereinigten Staaten reisen. Nach den jüngsten Schüssen während eines Korrespondentendinners in Washington wird jedoch die Sicherheit für den bevorstehenden Besuch des Königspaares überprüft. Dies gab der Buckingham-Palast bekannt.
Ein Sprecher des Palastes erklärte:
„Wie zu erwarten, wird es über den Tag verteilt eine Reihe von Gesprächen geben, um mit US-Kollegen und unseren entsprechenden Teams darüber zu sprechen, in welchem Maße die Ereignisse vom Samstag die Pläne für den Besuch beeinflussen.“
Ob und in welchem Umfang Anpassungen vorgenommen werden, ist derzeit noch unklar.
Schüsse in Washington werfen Schatten auf den Besuch
Am Samstagabend hatte ein bewaffneter Mann versucht, in den Ballsaal eines Hotels in Washington einzudringen, wo US-Präsident Donald Trump, First Lady Melania und Kabinettsmitglieder an einem Dinner mit Journalisten teilnahmen. Bei dem Vorfall fielen Schüsse, was zur Evakuierung des Präsidentenpaares und weiterer Regierungsmitglieder führte. Ein Beamter wurde verletzt, der mutmaßliche Angreifer konnte jedoch festgenommen werden. Die Sicherheitsvorkehrungen während des Events wurden von verschiedenen Seiten als unzureichend kritisiert.
Der König bleibt informiert
Der Buckingham-Palast betonte, dass König Charles über die Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten wird und äußerte sich erleichtert über die Unversehrtheit des Präsidenten, der First Lady und der anderen Gäste. Der Staatsbesuch des Königspaares in Washington umfasst neben einem Treffen mit Präsident Trump auch ein Staatsbankett sowie eine Rede vor dem Kongress. Zudem sind Termine in New York geplant.
Besuch in New York und Virginia
In New York beabsichtigt das Königspaar, Rettungskräfte und Angehörige der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 zu treffen. Die letzte Station des Besuchs wird Virginia sein, wo Charles und Camilla mit Vertretern der amerikanischen Ureinwohner zusammentreffen möchten.
Keine Treffen mit Epstein-Opfern
Forderungen nach einem Treffen mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer des Missbrauchsskandals um den verstorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein wurden vom Palast zurückgewiesen. Charles‘ jüngerer Bruder, Ex-Prinz Andrew, war viele Jahre mit Epstein befreundet und sieht sich seitdem mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Virginia Giuffre, ein Opfer von Epstein, hatte Andrew beschuldigt, sie als Minderjährige missbraucht zu haben, was dieser stets bestritt. Dennoch einigte er sich mit Giuffre auf einen Berichten zufolge hohen Vergleich.
Einzigartiger Staatsbesuch
Normalerweise sind Staatsbesuche für den Monarchen Routine, wobei jeder Aspekt bis ins kleinste Detail geplant wird, um mögliche Peinlichkeiten oder unvorhergesehene Ereignisse zu vermeiden. Bei einem Besuch von Donald Trump gestaltet sich dies jedoch als herausfordernd. Der Royal-Experte Craig Prescott erklärte:
„Der Besuch des britischen Königspaars ist deswegen einzigartig. Eine Stichelei hier, ein Witz da – und schnell befindet sich der König in einer heiklen Lage.“
Es gibt ausreichend Material, das potenzielle Konflikte hervorrufen könnte.
Bildquelle: Simon Dawson / No10 Downing Street via Wikimedia Commons (OGL 3)








