Hoffenheim feiert Heimsieg, Kramaric mit Dreierpack. Polanski erlebt Lehrstunde an alter Wirkungsstätte, Gladbach chancenlos gegen Gala-Form der TSG.
TSG 1899 Hoffenheim demütigt Borussia Mönchengladbach mit 5:1-Sieg

Bereits vor der Pause zeigte Andrej Kramaric triumphierend mit drei Fingern seine drei Tore an: Der Stürmerstar und die TSG 1899 Hoffenheim in Gala-Form haben Borussia Mönchengladbach zum Vorrunden-Abschluss in der Fußball-Bundesliga vorgeführt. Beim 5:1 (4:0) vor nur 20.750 Zuschauern in Sinsheim trafen neben dem TSG-Torjäger (22. Minute/Foulelfmeter, 45.+1/45.+4) noch Tim Lemperle (24.) und Max Moerstedt (77.) für die TSG.
Hoffenheim hat in nur einem seiner letzten zehn Ligaspiele verloren (0:2 in Dortmund). Während die Kraichgauer ihren fünften Heimsieg in Folge feierten und weiterhin ein heißer Europacup-Kandidat sind, erhielt Gladbach mit Trainer Eugen Polanski an seiner früheren Wirkungsstätte eine Lektion. Shuto Machinos Tor zum 1:4 (68.) änderte daran nichts.
Bittere Rückkehr für Eugen Polanski
Für Polanski war es eine besondere Rückkehr. «Eigentlich müssten sie das Stadion nach mir benennen», hatte der 39-Jährige vorab gescherzt. Von 2013 an spielte er fünfeinhalb Jahre für Hoffenheim. Der heutige Bundestrainer Julian Nagelsmann beförderte ihn einst zum Kapitän.
An der Seitenlinie musste Polanski zunehmend verzweifelt zusehen, wie seine Mannschaft hoffnungslos unterlegen war. Die Hoffenheimer stürmten voller Elan mit den Jungstars Fisnik Asllani und Lemperle – und natürlich Kramaric: Der 34-Jährige krönte sich in seinem 302. Bundesliga-Spiel zudem zum alleinigen kroatischen Rekordhalter vor Zvonimir Soldo (301 Liga-Partien).
4:0 zum Auftakt und jetzt schnell 0:4 zurück
Nachdem die Partie der TSG am vergangenen Wochenende in Bremen abgesagt wurde, setzten die Gastgeber ihren Erfolg fort, wo sie 2025 aufgehört hatten. Gladbach hatte zu Beginn des Jahres einen 4:0-Sieg gegen den FC Augsburg gefeiert. Die zuvor starke Defensive geriet jedoch sofort unter Druck: Ozan Kabak köpfte in der 3. Minute an die Latte.
Nach 20 Minuten nahm Kramaric den Ball und ging zum Elfmeterpunkt, ohne auf die Entscheidung des Videobeweises zu warten. Schiedsrichter Christian Dingert gab ihm dann über das Stadionmikrofon recht, Philipp Sander hatte Wouter Burger gefoult. Kramaric verwandelte sicher zum 1:0.
Tabakovic vergibt kläglich
Die verwirrte Borussia hatte sich noch nicht erholt, als die Hoffenheimer – nach einem Einwurf des Gegners – erneut schnell reagierten: Lemperle traf ins lange Eck nach einer Vorlage von Asllani – sein sechstes Saisontor.
Die beiden jungen Spieler der TSG und der Routinier Kramaric spielten unermüdlich, während Haris Tabakovic lange Zeit unsichtbar blieb. Trotzdem stand der Stürmer, der von Hoffenheim an Gladbach ausgeliehen wurde, zuletzt im Rampenlicht. Kurz vor der Pause verfehlte der bosnische Nationalspieler seinen zehnten Treffer in dieser Saison kläglich: Er schoss weit am Nationaltorwart Oliver Baumann vorbei.
Der Spielball gehört Andrej Kramaric
Kramaric machte es viel besser, indem er eine Vorlage von Asllani zum 3:0 verwertete und erneut Torwart Moritz Nicolas überwand. Sein Heber zum 3:0 war von großer Klasse. So ging der TSG-Star zur Halbzeit mit dem Ball unterm Arm in die Kabine – den durfte er an diesem Tag hochverdient mit nach Hause nehmen. Der Angreifer empfahl sich auch für die Verlängerung seines Vertrags, der im Sommer ausläuft.








