Die Beiträge sollen 2022 ordentlich steigen, denn die Rücklagen der Krankenkassen seien bereits jetzt aufgebraucht!
Krankenkassen drohen mit saftigen Erhöhungen

Die Beiträge sollen 2022 ordentlich steigen, denn die Rücklagen der Krankenkassen seien bereits jetzt aufgebraucht!
Der Vorstandschef der Krankenkasse Barmer, Christoph Straub warnt vor einer drastischen Erhöhung der Krankenkassen-Beiträge:
„Wenn die große Koalition ihr mit der Sozialgarantie gegebenes Versprechen halten will, die Sozialbeiträge stabil bei 40 Prozent zu halten, dann muss der Steuerzuschuss für die gesetzliche Krankenversicherung noch vor der Wahl deutlich angehoben werden“, berichtete Straub dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Milliardenloch bei Krankenkasse muss gefüllt werden
Denn die bisherige Erhöhung um sieben Milliarden Euro reiche nicht aus. „Nötig ist eine Aufstockung in der Größenordnung von weiteren sieben Milliarden Euro“, so Straub. „Ansonsten drohen Anfang 2022 massive Beitragserhöhungen auf breiter Front.“
Rückenlagen aufgebraucht – höhere Beiträge
Die Rücklagen der Kassen sollen bereits fat aufgebraucht sein, auch der Gesundheitsfond ist ausgeschöpft. Der Vorstandschef der Krankenkasse Barmer fürchtet einen langwierigen Prozess der Regierungsbildung nach den Wahlen und fordert die Regierung zum sofortigen Handeln auf.
AOK warnt vor Beitragserhöhung
„Wenn die Bundesregierung keine weiteren Zuschüsse für die Krankenkassen beschließt, würde der Zusatzbeitrag von derzeit 1,3 auf 2 Prozent ansteigen“, erklärte ebenfalls AOK-Vize Jens Martin Hoyer gegenüber der „Bild“. Laut dem Blatt würde der Beitragssatz dann 16,6 Prozent des Bruttolohns betragen.
Diesen Satz teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sollte es zu dem massiven Anstieg kommen, so müsste beispielsweise ein Beschäftigter mit 2.500 Euro Brutto im Monat 8,75 Euro monatlich mehr bezahlen. Das wären auf das Jahr gerechnet 105 Euro mehr. Bei 3.000 Euro Bruttolohn im Monat würde der Beitrag um 10,50 Euro im Monat steigen. Das wären auf das Jahr gerechnet 126 Euro mehr. (News.de)
Das Bundeskabinett hatte im Juni beschlossen, dass der Zusatzbeitrag nicht mehr als 1,3 Prozent betragen soll. Bei Bedarf würden Steuerzuschüsse fließen, um die Bedarfslücke auszufüllen.
Der allgemeine Satz war wegen der Corona-Krise bereits im diesem Jahr um 0,2 Prozent gestiegen.








