Im Allgäu starb eine Krankenpflegerin nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff.
Krankenpflegerin stirbt nach AstraZeneca-Impfung

Im Allgäu starb eine Krankenpflegerin nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff.
Ein Blutgerinnsel im Gehirn ist wahrscheinlich die Todesursache. Wenn sich der Verdacht bestätigt, wäre es der 15. Fall in Deutschland im Zusammenhang mit einer Corona-Impfung. Bisher sind mit deutlicher Mehrheit Frauen von entstehenden Thrombosen betroffen.
Nach AstraZeneca-Impfung traten in Deutschland weitere Fälle von Blutgerinnseln im Gehirn auf. So starb im Allgäu eine 55-jährige Krankenpflegerin nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Wirkstoff mit Verdacht auf Hirnvenenthrombose, bestätigte das Klinikum Kempten der „Augsburger Allgemeinen“ und „Allgäuer Zeitung“.
Laut Bericht war der Krankenpflegerin, die in einer Klinik in Immenstadt arbeitet, am 3. März die erste Dosis AstraZeneca verabreicht worden. Nach rund sieben bis acht Tagen habe sie unter starken Symptomen gelitten und sei mit schweren Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Am Samstag sei die Frau in Kempten gestorben. „Die Mediziner gehen demnach von einer Hirnvenenthrombose aus und einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass der Tod der Pflegerin im Zusammenhang mit der Impfung stehe“, berichtet „N-TV“.
Nach Angaben des für die Sicherheit von Impfstoffen zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte sich die Zahl der gemeldeten Sinusvenenthrombosen, einer speziellen Form von Hirnvenenthrombosen, nach Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff bis zum letzten Freitag auf 14 erhöht. Noch aktuellere Zahlen gibt es bislang nicht. Die Krankenschwester wäre demnach der 15. Fall in Deutschland, bei dem eine solche Thrombose nach der Impfung auftrat, erläutert der Nachrichtensender „N-TV“.
Betroffen: Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren
Bis auf eine Ausnahme betrafen alle Vorfälle Frauen im Alter von 20 bis 63 Jahren, wie eine PEI-Sprecherin der „Augsburger Allgemeinen“ erläuterte. In neun der Fälle traten die schwerwiegenden Hirnvenenthrombosen in Verbindung mit einem Mangel an Blutplättchen auf. Es kam zu mehreren Todesfällen.
Die EU-Arzneimittelbehörde (European Medicines Agency, EMA) hatte den Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers AstraZeneca vergangenen Donnerstag nach einer Überprüfung dennoch für „sicher und wirksam“ erklärt. Der Nutzen überwiege die Risiken, hieß es nach Meldungen über Hirnvernenthrombosen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung. Deutschland hat daraufhin die vorübergehend ausgesetzten Impfungen mit AstraZeneca wieder aufgenommen.
Quellen: ntv.de, abe/AFP








