Merkels Entscheidungen in der Corona-Krise stoßen auf massive Kritik. Immer mehr werfen der Kanzlerin vor, zunehmend beratungsresistent zu werden.
Kuba Syndrom bei Merkel!

Merkels Entscheidungen in der Corona-Krise stoßen auf massive Kritik. Immer mehr Wissenschaftler werfen der Kanzlerin vor, zunehmend beratungsresistent zu werden.
Wir hangeln uns von Lockdown zu Lockdown. Gerade wieder wurde im Kanzleramt eine Verlängerung beschlossen! Der Infektiologe Matthias Schrappe hatte das kommen sehen.
Bereits seit einem Jahr lehnt Matthias Schrappe vehement gegen den Lockdown als ausschließliche Corona-Bremse. Der Kölner Medizin-Professor und ehemalige Berater des Bundes in Gesundheitsfragen forder stattdessen einen besseren Schutz der besonders gefährdeten alten Menschen – als Kern eines Strategiewechsels der Corona-Politik. Vorschläge dafür haben er und seine Arbeitsgruppe aus Gesundheitsexperten in umfassenden Thesenpapieren festgehalten.
Kritik
Viele andere Wissenschaftler lehnen allerdings diesen Ansatz ab und halten ihn nicht für umsetzbar, weil eine radikale Isolierung aller alten Menschen nötig wäre. Dies wäre praktisch nicht möglich und w#re auch nicht erstrebenswert. Menschen jeden Alters können an Covid-19 erkranken und unterschiedlich starke Symptome entwickeln.
Plattform „CoronaStrategie“
Matthias Schrappe gehört neben bekannten Virologen wie Jonas Schmidt-Chanasit oder Klaus Stöhr ebenfalls einer Gruppe von Wissenschaftlern an, die sich unter der Plattform „CoronaStrategie“ zusammengeschlossen haben. Sie richten das Augenmerk nicht nur auf die medizinischen, sondern auch auf die gesellschaftlichen Folgen der Pandemie.
Schrappe würde die Kanzlerin gerne beraten, wenn sie denn eine andere Stimme hören wollte. Aber er rechnet nicht mit einem Anruf von ihr. „Frau Merkel hat sich in einen Tunnel vergraben. In der Risikoforschung nennt man das Kuba-Syndrom, wenn sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind. Dann gibt es nur die dauerhafte Fortsetzung von Fehlern“, erläutert er in einem Interview mit dem „Focus“.








