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Lauterbach äußert Bedenken wegen Auseinandersetzungen um Brüsseler Platz

Karl Lauterbach äußert Bedenken über die Entwicklung am Brüsseler Platz im Belgischen Viertel, wo er die Gefahr sieht, dass die Lebendigkeit des Ortes durch verschärfte Gastronomieregeln verloren gehen könnte.

Karl Lauterbach sorgt sich wegen Streit um Brüsseler Platz
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Köln

Streit schwelt seit Jahren: Lauterbach warnt vor Entwicklung in seiner Nachbarschaft

Der Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach, der im Belgischen Viertel lebt, äußert Besorgnis über die aktuelle Situation am Brüsseler Platz. In einem Gastbeitrag für eine lokale Zeitung beschreibt er den Platz als einen lebendigen Ort, an dem Menschen unterschiedlichen Alters zusammenkommen. Lauterbach hebt hervor, dass die Atmosphäre dort von Diskussionen und Lachen geprägt ist und er besonders das Café Belgique schätzt, das seinen belgischen Charakter bewahrt hat.

Dennoch gibt Lauterbach zu, dass der Platz zeitweise überfüllt und die Lärmsituation unerträglich gewesen sei. Er äußert Bedenken, dass die verschärften Gastronomieregeln die Lebendigkeit des Brüsseler Platzes gefährden könnten. Lauterbach betont, dass der Platz nicht zu einem „toten Platz“ werden dürfe, da es in Köln bereits genügend solcher Orte gebe.

Lauterbach plädiert für einen Mittelweg

Der Politiker schlägt vor, eine Lösung zu finden, die es Gästen ermöglicht, am Platz zu sitzen, zu essen und Getränke zu konsumieren, während gleichzeitig darauf geachtet wird, dass der Lärmpegel nicht zu hoch wird. Er spricht sich für ein Alkoholverbot für Personen aus, die sich umherbewegen oder stehen, um die Lärmbelästigung zu reduzieren.

Die Problematik des Lärms am Brüsseler Platz müsse ernst genommen werden, jedoch dürften die Regeln nicht so streng sein, dass das Leben am Platz zum Stillstand komme.

Stadt Köln sieht sich mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert

Während Lauterbach für einen Kompromiss im seit über zehn Jahren andauernden Konflikt zwischen Anwohnern, Gastronomen und Feiernden eintritt, hat der Streit um den Lärm am Brüsseler Platz eine neue Eskalationsstufe erreicht. Das Oberverwaltungsgericht Münster hat entschieden, dass der Stadt Köln ein Zwangsgeld in Höhe von 5.000 Euro droht.

Hintergrund ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom 28. September 2023, das die Stadt dazu verpflichtet, effektive Maßnahmen zur Lärmreduzierung am Brüsseler Platz umzusetzen, um sicherzustellen, dass Anwohner in den Nachtstunden keinem gesundheitsschädlichen Lärm ausgesetzt sind. Laut dem Gericht hat die Stadt dieser Verpflichtung nicht ausreichend nachgekommen.

Seit dem 30. Oktober gilt am Brüsseler Platz ein Alkoholkonsum- und Mitführverbot zwischen 21 und 6 Uhr, mit Ausnahme der Außenbereiche der Gastronomiebetriebe. Diese von der Bezirksregierung erlassene Verordnung ist bis zum 31. März 2028 befristet und soll die Nachtruhe im Viertel ab 22 Uhr gewährleisten.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler