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Lebensmittel-Skandal: 23 Mio. Erkrankte in der EU

Jede Minute erkranken 44 Menschen – also mehr als 23 Mio. jährlich – infolge des Verzehrs verseuchter Lebensmittel, und geschätzt 4700 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Foto: Depositphotos/Unsplash

Jede Minute erkranken 44 Menschen – also mehr als 23 Mio. jährlich – infolge des Verzehrs verseuchter Lebensmittel, und geschätzt 4700 Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen. Dies ist nur die Spitze des Eisbergs – die tatsächlichen Fallzahlen sind nicht bekannt, berichtet die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Allein in der EU traten 310 000 Fälle von bakteriellen Lebensmittelinfektionen auf, von denen 322 tödlich endeten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert mehr Einsatz für Nahrungsmittelsicherheit. Denn jedes Jahr sterben rund 125.000 kleine Kinder an belasteten Lebensmitteln. Auch in Deutschland erkranken jedes Jahr über 200.000 Menschen.

Weltweit sterben nach UN-Angaben jedes Jahr etwa 420.000 Menschen an Infektionen durch belastete Lebensmittel – davon sind 125.000 kleine Kinder. Bis zu 600 Millionen Menschen erkranken demnach pro Jahr durch Nahrung, die etwa mit Chemikalien, Bakterien oder Parasiten belastet ist. Ein Drittel der Todesfälle betreffe Mädchen und Jungen unter fünf Jahren, erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Bericht.

„Jedes Land auf der ganzen Welt, sei es klein oder groß, reich oder arm, ist von lebensmittelbedingten Erkrankungen betroffen, und die Europäische Region ist da keine Ausnahme. Das Ausmaß des Problems ist eklatant und zeigt, wie wichtig es ist, die Risiken für die Lebensmittelsicherheit zu verhindern und zu verringern“, sagt Dr. Zsuzsanna Jakab,

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„Nahrungsmittel sind eine globale Angelegenheit, denn die Lebensmittelkette umspannt den gesamten Planeten. Eine einfache Mahlzeit kann leicht Zutaten aus verschiedenen Kontinenten enthalten und ihre Sicherheit hängt von der internationalen Zusammenarbeit ab. Der Welttag zur Lebensmittelsicherheit bietet eine beispiellose Gelegenheit, um die Regierungen zur Stärkung der Systeme aufzufordern, welche die Lebensmittelsicherheit garantieren, über sämtliche Ressorts und sämtliche Mitgliedstaaten in der Europäischen Region und weltweit hinweg.“

200.000 Erkrankungen in Deutschland

In Deutschland werden nach Angaben des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) jedes Jahr rund 200.000 Erkrankungsfälle gemeldet, die bermutlich durch Lebensmittel übertragen wurden. Salmonellen gehören demnach in der Bundesrepublik zu den verbreitetsten Erregern.

WHO-Generaldirektorin Margaret Chan rief bei der Vorstellung der ersten globalen Langzeitstudie (2007 bis 2015) der UN-Sonderorganisation über lebensmittelbedingte Erkrankungen alle Staaten zu einer Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit auf. Am häufigsten leiden Menschen in Afrika und in Südostasien unter Lebensmittelinfektionen und -vergiftungen.

Hauptursache: Verzehr von rohen Lebensmitteln

Die gravierendsten Probleme gibt es den WHO-Angaben zufolge mit Durchfall infolge belasteter Nahrung. Daran würden jährlich 550 Millionen Menschen erkranken, 230.000 von ihnen würden sterben. Hauptursache sei der Verzehr von rohen oder nicht genügend gekochten Lebensmitteln wie Fleisch, Eier, Gemüse oder Milchprodukten, die mit Noroviren, Campylobacter, Salmonellen oder Kolibakterien belastet sind, zeigt die Studie.

15 Mio. Fälle einer Norovirus-Infektion

Unsichere Lebensmittel sind für Millionen von Krankheitstagen verantwortlich und können mitunter zu langwierigen oder schweren Erkrankungen, zu Krankenhausaufenthalten und sogar zum Tode führen. Die Belastung durch lebensmittelbedingte Erkrankungen in der Region wird auf insgesamt 413 020 um Behinderungen bereinigte Lebensjahre geschätzt, also Jahre, in denen das Leben eines Menschen von Krankheit betroffen ist.

Eine Vielzahl an Bakterien, Viren, Parasiten und chemischen Risiken können schwere Folgen nicht nur für die menschliche Gesundheit, sondern auch für Umwelt und Wirtschaft haben.

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Schätzungen zufolge stellen Erreger von Durchfallerkrankungen die häufigste Ursache von lebensmittelbedingten Erkrankungen dar. Am weitesten verbreitet ist das Norovirus mit geschätzten 15 Mio. Fällen, gefolgt von Campylobacter spp., die für nahezu 5 Mio. Fälle verantwortlich sind.

Nach Schätzungen führen etwa 3% aller Fälle von lebensmittelbedingten Erkrankungen zu langfristigen Gesundheitsproblemen. Verseuchte Lebensmittel können sehr schwere Folgen nach sich ziehen, u. a. Nieren‐ und Leberversagen, hirnorganische und neuronale Störungen, reaktive Arthritis, Krebs und Septikämie – bis hin zum Tod.

Nichttyphoidale Salmonellen spp. verursachen die Mehrheit der Todesfälle. Zu den weiteren Haupttodesursachen zählen Campylobacter spp., das Norovirus, Listeria monocytogenes und Echinococcus multilocularis. In der gesamten Region sind Durchfallerkrankungen für 94% der lebensmittelbedingten Erkrankungen, 63% der durch diese bedingten Todesfälle und 57% der Krankheitslast verantwortlich.

„Vom Händewaschen, über die richtige Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln, bis hin zur Überwachung und internationalen Regulierung – jedes Puzzleteil der Lebensmittelsicherheit wirkt sich auf das Leben der Menschen, Volkswirtschaften und ganze Gemeinschaften aus“, schließt Dr. Nitzan. „Der Welttag der Lebensmittelsicherheit ist eine gute Gelegenheit, um deutlich zu sagen, dass Teamarbeit hier entscheidend sein wird.“

Quelle: WHO

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