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Leipzig verliert gegen Mainz nach Hollerbach-Schock

Es klappt gegen Mainz einfach nicht mehr. Schon seit Januar 2022 ist Leipzig ohne Heimsieg gegen den FSV. Beim jüngsten Aufeinandertreffen überschattet eine wohl schwere Verletzung das Spiel.

Nadiem Amiri (r) und Phillip Tietz feiern sich für den Ausgleich.
Foto: Jennifer Brückner/dpa

Benedict Hollerbach hat den Verletzungsschock überwunden und der FSV Mainz 05 ist vorläufig aus der Abstiegszone geklettert, indem sie überraschend 2:1 (1:1) gegen RB Leipzig gewonnen haben. Der Champions-League-Aspirant erlitt einen weiteren Rückschlag gegen einen Abstiegskandidaten, insbesondere da Mainz eine möglicherweise schwere Verletzung von Hollerbach hinnehmen musste, der in der Anfangsphase vom Platz getragen wurde.

Conrad Harder (40.) erzielte das erste Tor für Leipzig durch einen Kopfball, Nadiem Amiri (45.+6) glich durch einen Foulelfmeter aus. Silas (49.), der für Hollerbach eingewechselt wurde, erzielte ein sehenswertes Tor für die Gäste und drehte das Spiel. Mainz kletterte mit dem Sieg vorläufig vor 35.487 Fans aus der Abstiegszone, während Leipzig im Rennen um die Königsklasse einen weiteren Rückschlag erlitt. Seit Januar 2022 haben die Sachsen nun keinen Heimsieg gegen Mainz mehr errungen.

Hollerbach sackt zusammen

Nach einer überwiegend ereignislosen Phase von zehn Minuten herrschte plötzlich Stille im Stadion. Hollerbach brach ohne Einwirkung eines Gegners plötzlich zusammen, hielt sich am rechten Unterschenkel fest und schrie vor Schmerzen. Nach einer längeren Behandlungspause wurde der Stürmer vom Platz getragen. Es ist zumindest zu befürchten, dass er für eine längere Zeit ausfallen wird.

Leipzig musste im Spiel gegen Mainz ohne ihren wettbewerbsübergreifenden Top-Scorer Christoph Baumgartner auskommen, der aufgrund einer Gelbsperre fehlte. Trainer Ole Werner entschied sich dafür, den Österreicher zu ersetzen und stellte Harder in die Startformation, während Mittelstürmer Romulo hinter dem Dänen als hängende Spitze agierte.

Harder (28.) hatte nach fast 30 Minuten den ersten Abschluss für Leipzig, sein Kopfball war jedoch nicht gefährlich genug. Dann nahm das Spiel an Fahrt – und Spannung – zu. Zuerst köpfte Harder nach einer Flanke von Antonio Nusa die Leipziger in Führung. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit fiel Phillip Tietz nach einem Zweikampf mit David Raum im Strafraum.

Erst Amiri, dann Silas

Schiedsrichter Daniel Schlager entschied sofort auf Elfmeter. Raum hatte bereits am Dienstag einen Strafstoß beim FC St. Pauli verursacht, der zum 1:1-Endstand geführt hatte. Nach Ansicht der TV-Bilder war Schlagers Pfiff nun eine harte Entscheidung, da Tietz Raum zuerst traf. Doch der Schiedsrichter entschied sich gegen ein Studium der Zeitlupe, Amiri traf souverän zum Ausgleich.

Nach dem Wechsel setzte Mainz sofort nach. Silas dribbelte sich durch die Abwehr von Leipzig und drehte das Spiel. Zu diesem Zeitpunkt war dies durchaus verdient, besonders da die Verteidiger von Leipzig beim Tor schlecht aussahen. Für Leipzig war dies ein harter Schlag, danach gelang der Mannschaft kaum noch etwas.

Werner reagierte und wechselte Benjamin Henrichs und Ezechiel Banzuzi ein. Leipzig stabilisierte sich, aber Romulo traf nach einer flachen Hereingabe von Yan Diomande nur den Pfosten (62.). Harders Chance wurde in letzter Sekunde zur Ecke geklärt (71.). Auf der anderen Seite verhinderte Peter Gulacsi gegen Kaishu Sano (74.) die Entscheidung.

dpa