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Leipzigs Werner jubelt dank Traumtor gegen Ex-Club Bremen

RB Leipzig läuft gegen Werder Bremen eine Hälfte lang vergebens an. Dann macht Werder Druck – und RB schlägt eiskalt zu.

Bremens Torwart Mio Backhaus (l, Werder Bremen) und Ridle Baku (RB Leipzig) schauen dem Ball hinterher. Backhaus verhinderte mit seinen Paraden einen frühen Rückstand der Gäste in Leipzig.
Foto: Jennifer Brückner/dpa

Dank eines Traumtors von Neu-Nationalspieler Assan Ouédraogo hat Trainer Ole Werner mit RB Leipzig gegen seinen Ex-Club Werder Bremen einen Sieg gefeiert. Die Sachsen gewannen gegen Werder 2:0 (0:0) und eroberten sich Platz zwei in der Bundesliga-Tabelle zurück. Für Bremen war es die erste Niederlage nach fünf ungeschlagenen Spielen in Serie, somit bleibt Werder auf Rang acht.

Vor 47.800 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena brachte Ouédraogo die Leipziger mit einem beeindruckenden Distanztreffer in Führung (63. Minute). Nach einer Ecke erhöhte der Österreicher Xaver Schlager auf 2:0 (80.).

RB-Fans protestieren gegen «Sicherheitswahn»

Die Fans von RB, eher nicht im Ultra-Bereich angesiedelt, protestierten vor der am 3. Dezember in Bremen beginnenden Innenministerkonferenz, bei der es um die Sicherheit in deutschen Arenen geht, mit einem großen Banner in ihrer Kurve mit der Aufschrift: «Gegen Euren Sicherheitswahn – Die Stadien sind sicher!». Die Anhänger sprachen sich damit gegen die geplanten Maßnahmen wie personalisierte Tickets und Gesichtserkennung aus. 

Die Werder-Kurve warf die Frage auf: «Soll das die Zukunft des Fußballs sein?». Als die RB-Fans nach drei Minuten ihre Lieder anstimmten, gab es Pfiffe aus dem zwölf Minuten lang schweigenden Bremer Block.

Werner musste notgedrungen Änderungen vornehmen, da Stürmer Rômulo aufgrund einer Sehnenreizung im rechten Knie nicht einsatzbereit war. Deshalb gab Conrad Harder sein Startelf-Debüt. Außerdem kehrte Castello Lukeba für den verletzten El Chadaille Bitshiabu (Muskelverletzung) wieder in die Viererkette zurück. Bremens Trainer Horst Steffen brachte im Vergleich zum 2:1 gegen Wolfsburg lediglich Cameron Puertas für Justin Njinmah.

Bremens Backhaus verhindert frühzeitigen Rückstand

Leipzig startete sofort offensiv, konnte aber wiederholt nicht am starken Werder-Torhüter Mio Backhaus vorbeikommen. Backhaus parierte zuerst Antonia Nusa (5.) und dann einen flachen Schuss von Ouédraogo (32.) aus 20 Metern, den er zur Ecke lenken konnte. Ouédraogo (38.) verfehlte dann knapp aus ähnlicher Position. Kurz darauf schoss Christoph Baumgartner aus kurzer Distanz direkt auf Backhaus, der einen abgefälschten Schuss von Baumgartner in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit spektakulär aus dem Winkel kratzte.

Zuvor haderten die Leipziger mit dem Unparteiischen Martin Petersen, nachdem Baumgartner (26.) im Strafraum von Karim Coulibaly bei einem Zusammenprall von den Beinen geholt worden war. Petersen verweigerte einen Elfmeterpfiff. Leipzig drückte die Bremer komplett in die eigene Hälfte. Werder hatte nicht einen direkten Schuss aufs RB-Tor. Sport-Chef Clemens Fritz haderte zur Pause beim Streamingdienst DAZN mit der «Passgenauigkeit, gerade wenn wir dann so Richtung gegnerischer Hälfte kommen».

Ouédraogo erzielt RB-Führung

Nach der Pause musste Peter Gulacsi erstmals nach einem Schuss von Puertas (51.) auf das kurze Eck eingreifen. Plötzlich zeigte Werder Präsenz. Als Jens Stage steil geschickt wurde und direkt auf das RB-Tor zulief, setzte Yan Diomande (59.) im Strafraum eine perfekte Grätsche an und klärte die Situation. Kurz darauf kratzte Marco Grüll für Bremen den Ball von Baumgartner von der Linie.

Backhaus und die Bremer waren dann machtlos: Ouédraogo (63.) schoss den Ball aus 20 Metern direkt in den Winkel zur Führung – während einer Druckphase der Bremer. Gulacsi rettete dann gegen Romano Schmid (70.). Die Bremer feierten den vermeintlichen Ausgleich, aber Keke Topp (71.) stand im Abseits, was auch der VAR bestätigte. Stattdessen sorgte Schlager in der Endphase für die Entscheidung, als er nach einer Ecke aus kurzer Distanz erfolgreich war.

dpa