Ludwig Sebus feiert seinen 101. Geburtstag und äußert scharfe Kritik an der Stadt Köln, die er als “zu lahm und zu dreckig” bezeichnet. Er beklagt zudem, dass ein versprochenes Denkmal seit sechs Jahren nicht umgesetzt wurde.
Ludwig Sebus feiert 101. Geburtstag und äußert Kritik an Köln

Kölner Karnevalslegende feiert 101. Geburtstag und äußert deutliche Kritik
Ludwig Sebus, eine prominente Figur des Kölner Karnevals, begeht am 5. September seinen 101. Geburtstag. Anlässlich dieses besonderen Ereignisses äußert er scharfe Kritik an seiner Heimatstadt Köln. In einem Interview beschreibt er die Stadt als “zu lahm und zu dreckig” geworden. Sebus bemängelt, dass es in Köln vor allem schnell Verbote und Ablehnungen gebe.
Kritik an Stadtverwaltung und Eintrittssystem
Besonders das neue Eintrittssystem für den Kölner Dom stößt bei Sebus auf Unverständnis. Er bezeichnet die Regelungen als “schockierend und Blödsinn”. Zudem kritisiert er den Umgang mit Suchtkranken, die seiner Meinung nach in ein “Ghetto” verbannt werden sollen.
Feierlichkeiten mit Freunden und Weggefährten
Trotz seiner Kritik wird Sebus an seinem Geburtstag mit rund 120 Gästen feiern, darunter enge Freunde und Weggefährten. Auch der Oberbürgermeister von Köln, Torsten Burmester, hat sich angekündigt. Sebus zeigt sich erfreut über Burmesters Realismus und dessen Verständnis für die Probleme der Stadt.
Gesundheitliche Herausforderungen und Engagement
Obwohl der 101-Jährige mit gesundheitlichen Herausforderungen wie Krämpfen, Arthrose und nachlassenden Seh- und Hörfähigkeiten zu kämpfen hat, war er in der vergangenen Karnevalssession auf etwa 150 Veranstaltungen präsent. Er betont, dass die Gesellschaft ihn aufleben lasse, auch wenn er im letzten Jahr aufgrund einer Krankheit den Auftakt der Karnevalssession verpasste.
Wunsch nach einem Brunnen bleibt unerfüllt
Ein lang gehegter Wunsch von Sebus bleibt bislang unerfüllt. Bereits zu seinem 95. Geburtstag wurde ihm ein Brunnen am Deutzer Rheinufer versprochen, doch bis heute ist nichts geschehen. Er hofft, die Einweihung noch zu Lebzeiten erleben zu dürfen.
Dokumentation über sein Leben
Am Tag seines Geburtstags wird im WDR eine 90-minütige Dokumentation mit dem Titel “Ludwig Sebus – Ein Jahrhundert Mensch” ausgestrahlt. Der Film begleitet Sebus auf einer Spurensuche durch sein Leben, das von seiner Jugend im Belgischen Viertel bis zu seiner Zeit im Kölner Karneval reicht. Auch der Zweite Weltkrieg wird in den Rückblicken thematisiert.
Musikalische Zukunft nicht ausgeschlossen
Sebus schließt nicht aus, in Zukunft ein neues Lied aufzunehmen. Er äußert sich optimistisch und sagt, dass er “noch jung genug” sei, um dies zu tun, und bricht dabei in schallendes Gelächter aus.
Wolfgang Niedecken äußert Bedenken zum Kölner Karneval und seiner Heimatstadt
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Quellen: t-online, WDR, NDR
Bildquelle: depositphotos
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