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Bericht: Etliche Tote bei Brand in Schweizer Nobel-Skiort

Im Schweizer Nobelskiort Crans-Montana endet eine Silvesterparty im Inferno. Es gibt etliche Opfer.

Bei einer Explosion in der Schweiz in einer Bar soll es mehrere Opfer gegeben haben. (Archivbild)
Foto: Christiane Oelrich/dpa

Im Schweizer Nobelskirort Crans-Montana sind bei einem Brand in einer Bar in der Silvesternacht mehrere Menschen ums Leben gekommen und zahlreiche verletzt worden. Das teilte die Polizei des Kantons Wallis mit, die von einem «schwerwiegenden Vorfall» und zahlreichen Betroffenen spricht. Nähere Angaben zur Zahl der Toten und Verletzten machte sie zunächst nicht und verwies auf eine Pressekonferenz um 10.00 Uhr. Die Zeitung «Le Nouvelliste» schrieb ohne eine Quelle zu nennen von Dutzenden Toten. 

Die Tragödie ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 01.30 Uhr in der Bar «Le Constellation». Dort brach ein Brand aus. Nach Medienberichten gingen dem Explosionen voraus. Der Einsatz dauerte nach Polizeiangaben am Vormittag noch an. Über dem Ort wurde ein Überflugverbot verhängt. Augenzeugen in Genf berichteten, dass am Universitätsspital alle paar Minuten Nothubschrauber landeten. Der Skiort ist Luftlinie gut 100 Kilometer entfernt.

Laut einem Rettungsarzt des Westschweizer Senders RTS haben mehr als 100 Personen in der Bar an einer Silvesterparty teilgenommen, um das neue Jahr zu feiern. Es wurden Menschen mit schweren Verbrennungen in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Mondäner Skiort

Crans-Montana befindet sich im Kanton Wallis und ist bekannt als exklusiver Ferienort mit zahlreichen Prominenten. Der berühmteste Bewohner war der James-Bond-Schauspieler Roger Moore (1927-2017). Die Ortschaft auf ungefähr 1.500 Metern Höhe verfügt über ein umfangreiches Skigebiet. Gegen Ende Januar werden dort auch Ski Weltcup Rennen ausgetragen.

Über die Feiertage ist der Ort normalerweise voll ausgebucht. Auf rund 10.000 Einwohner kommen etwa 2.600 Hotelbetten, davon acht in der Luxuskategorie, sowie hunderte Ferienwohnungen. Laut örtlicher Tourismusbehörde stammen etwa 20 Prozent der Gäste aus dem Ausland bei etwa einer Million Übernachtungen pro Jahr. Der nächstgelegene große Flughafen ist Genf, der 180 Kilometer entfernt ist.

dpa