Die Kanzlerin plant einen verpflichtenden Lockdown für alle Bundesländer in Deutschland.
Merkel will bundesweite Lockdown-Pflicht

Nach neusten Informationen der Kanzlerin steht ein verpflichtender Lockdown für alle Bundesländer in Deutschland in den Startlöchern.
Laut Recherchen der Bild wird offenbar bereits konkret an einer Änderung des Infektionsschutzgesetzes gearbeitet. Eine drohende Gesetzesänderung könnte die Ministerpräsidenten zu einer schnellen Entscheidung zwingen.
Corona in Deutschland: Merkel & Söder für schärferen Lockdown!
Droht jetzt doch der harte Lockdown? Eine Sache ist klar: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bayerns Regierungschef Markus Söder sind bundesweit für härtere und einheitliche Corona-Maßnahmen.
Markus Söder bezeichnet seine Forderung zwar nicht als „Brücken-Lockdown“, doch wie CDU-Chef Laschet will auch er das Land für kurze Zeit noch einmal herunterfahren. Unter anderem will der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende einheitliche Corona-Regeln für das ganze Land einführen.
Fünf Tage vor der nächsten Bund-Länder-Konferenz plädieren sowohl Armin Laschet (Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident ) als auch Markus Söder dafür, das Land ein weiteres Mal herunterzufahren, um die laufende Corona-Infektionswelle zu brechen.
Markus Söder äußerte sich im ZDF wie folgt: „Ich glaube, es ist einfach noch mal nötig, eine Gemeinschaftsaktion zu starten und nicht endlos Klein-Klein zu machen. Ich könnte mir einen kurzen konsequenten Lockdown gut vorstellen, das hat aber nur dann Sinn, wenn alle mitmachen.“ (ntv)
Auch Angela Merkel ist für einen weiteren kurzen & bundesweiten Lockdown
Auch Angela Merkel spricht sich angesichts der Infektionszahlen für einen klaren Lockdown aus. „Deswegen ist jede Forderung nach einem kurzen, einheitlichen Lockdown richtig“, sagte ihre Vize-Sprecherin Ulrike Demmer. Die steigende Zahl der belegten Intensivbetten spricht an und für sich.
Mit Blick auf die Infektionsfälle über sieben Tage pro 100.000 Einwohner ergänzte sie: „Wir brauchen eine stabile Inzidenz unter 100.“
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Verzerrte Zahlen nach Ostern: 20.407 Neuinfektionen
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet.
Das RKI hat aktuelle Zahlen vorgelegt und geht davon aus, dass sich rund um die Osterfeiertage weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten an das RKI übermittelten.
Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.300 Neuinfektionen und 201 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 04.55 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 105,7. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,1 an.
Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.930.852 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.631.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.707.
Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Eine Absenkung des R-Werts könne auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängen, schreibt das RKI. «Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden.»








