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Mettbrötchen: Gefahr durch gefährliche Keime und steigende Krankheitsfälle

Im Jahr 2024 trat der größte lebensmittelbedingte Krankheitsausbruch auf, der direkt mit dem Konsum von gewürztem Schweinemett in Verbindung steht.

Tote und Kranke: Gefährliche Keime in Mettbrötchen
Superbass via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Berlin – Mettbrötchen, zubereitet mit Zwiebeln, Salz und Pfeffer, erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit, insbesondere bei Männern, die diesen deftigen Snack auch als “Maurermarmelade” bezeichnen. Doch die Vorliebe für dieses rohe Fleisch kann erhebliche Gesundheitsrisiken mit sich bringen. Eine umfassende Analyse des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat ergeben, dass Mett mittlerweile als das riskanteste Lebensmittel gilt.

Alarmierende Entwicklung der Krankheitsausbrüche

Im Jahr 2024 trat der größte lebensmittelbedingte Krankheitsausbruch auf, der direkt mit dem Konsum von gewürztem Schweinemett in Verbindung steht. Insgesamt erkrankten 191 Personen an Salmonellen, wobei 64 von ihnen hospitalisiert werden mussten. Tragischerweise starben drei Menschen infolge dieser Infektion.

Rückblick auf die letzten zehn Jahre

Zu Beginn der zehnjährigen Untersuchung galt Rohmilch als das Lebensmittel, das am häufigsten zu Krankheitsausbrüchen führte. Zwischen 2015 und 2017 wurden zahlreiche Fälle dokumentiert, in denen Menschen nach dem Verzehr von Rohmilch erkrankten. Seitdem sind jedoch die Zahlen gesunken, was auf erfolgreiche Präventionsmaßnahmen zurückzuführen ist.

„Dass Prävention wirkt, zeigen Rohmilch und Eier: Durch Hygienekontrollen an Rohmilch-Tankstellen, gezielte Verbraucherinformationen und Salmonellen-Kontrollprogramme bei Legehennen sind diese Lebensmittel heute deutlich weniger problematisch“, erläuterte BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl.

Statistische Auswertung der Krankheitsausbrüche

Von 2015 bis 2024 wurden dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit sowie dem Robert-Koch-Institut insgesamt 3021 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche registriert, die etwa 19.800 Erkrankungen zur Folge hatten. 59 Personen starben infolge dieser Ausbrüche. Experten warnen, dass diese Zahlen die tatsächliche Dunkelziffer nicht widerspiegeln, da viele Erkrankte bei Durchfall nicht zum Arzt gehen. Nur in 297 Fällen konnte eindeutig bestimmt werden, welches Lebensmittel die Erkrankungen verursacht hat.

Häufige Krankheitserreger und deren Quellen

Die Hauptverursacher der Krankheitsausbrüche sind zwei gefährliche Keime: Campylobacter und Salmonellen. In zehn Jahren führten Campylobacter-Bakterien zu 1218 und Salmonellen zu 929 Krankheitsausbrüchen.

„Die häufigsten Erreger bei Lebensmittel-Ausbrüchen über 10 Jahre sind Campylobacter und Salmonellen“, sagte Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl.

Die meisten Ausbrüche ereigneten sich in privaten Haushalten, gefolgt von Kantinen, Mensen sowie Küchen in Schulen und Pflegeeinrichtungen. Auch in Restaurants gab es Fälle, während Take-away- und Fast-Food-Betriebe deutlich weniger betroffen waren.

Fazit und Ausblick

Die Zahl der gemeldeten Ausbrüche fiel während der Corona-Pandemie deutlich, stieg jedoch 2024 wieder an und erreichte 271 Ausbrüche mit mindestens 2400 Erkrankten, 451 Krankenhausaufenthalten und acht Todesfällen. Um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen, ist es daher unerlässlich, über Hygienepraktiken im Umgang mit Lebensmitteln aufzuklären.


Quellen: Bild

Bildquelle: Superbass via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS