Der Regional-Express RE3 wird bald stündliche Verbindungen zwischen Stralsund und Berlin anbieten, unterstützt durch neue, barrierefreie Doppelstockzüge. Diese Züge bieten mehr Platz, moderne Ausstattung und reagieren auf die wachsende Nachfrage im Regionalverkehr.
Modernisierung des RE3: Effiziente Verbindung zwischen Berlin und Stralsund

Neue Verkehrsverbindung zwischen Stralsund und Berlin
Ab Dezember 2026 wird der Regional-Express RE3 eine stündliche Direktverbindung ohne Umstiege zwischen Stralsund, Angermünde, Berlin, Luckenwalde und Lutherstadt Wittenberg anbieten. Mit der Einführung der neuen Doppelstockzüge, die in den kommenden Jahren in Betrieb gehen sollen, wird nicht nur der Platz für die Fahrgäste erhöht, sondern auch die Barrierefreiheit deutlich verbessert.
Innovative Ausstattung der neuen Züge
Die für den RE3 vorgesehenen neuen Züge sind mit großzügigen Mehrzweckflächen ausgestattet, die speziell für Fahrräder konzipiert wurden. Insgesamt stehen 84 Fahrradstellplätze zur Verfügung, von denen mindestens 24 Plätze nicht durch Klappsitze blockiert sind. Diese Maßnahmen sind eine Reaktion auf die steigende Nachfrage im Berufs- und Freizeitverkehr zwischen Berlin, der Uckermark und der Ostseeküste.
Technische Merkmale der neuen Doppelstockzüge
Die neuen Züge vom Typ Stadler KISS, die aus fünf Wagen bestehen, messen etwa 133 Meter in der Gesamtlänge und bieten Platz für bis zu 1.147 Fahrgäste. Die Sitzplatzverteilung umfasst 575 Plätze, aufgeteilt in 28 in der ersten Klasse und 378 in der zweiten Klasse, sowie 169 Klappsitze. Darüber hinaus sind die Züge mit zwei Rollstuhlplätzen, drei Kinderwagenplätzen und vier Toiletten ausgestattet, um die Bedürfnisse aller Reisenden zu berücksichtigen.
Barrierefreier Zugang und moderne Passagierinformationen
Ein besonderes Augenmerk wurde auf den barrierefreien Zugang gelegt. Die Züge verfügen über Türen mit zwei unterschiedlichen Einstiegshöhen von 600 und 730 Millimetern, die einen ebenerdigen Zugang an verschiedenen Bahnsteigen ermöglichen. Dies kommt insbesondere Menschen mit körperlichen Einschränkungen sowie Reisenden mit Kinderwagen und Fahrrädern zugute.
Komfort und technische Neuheiten im Innenraum
Der Innenraum der Züge ist in hellen Farben gestaltet und sorgt für eine einladende Atmosphäre. Große Bildschirme halten die Fahrgäste über den aktuellen Fahrtverlauf und die nächsten Haltestellen informiert. Steckdosen an jedem Platz sowie induktive Ladeflächen für Smartphones erhöhen den Komfort während der Fahrt. Zudem sind die Fensterscheiben mobilfunkoptimiert, um den Empfang im Zug zu verbessern.
Änderungen im Regionalverkehr durch den neuen Verkehrsvertrag
Durch den neuen Verkehrsvertrag Nord-Süd 2 wird die Linienführung des RE3 grundlegend überarbeitet. Die Verbindung wird künftig stündlich von Stralsund über Prenzlau, Angermünde, Eberswalde und Berlin nach Luckenwalde, Jüterbog und Lutherstadt Wittenberg verlaufen. Der bisherige Abschnitt nach Schwedt wird künftig von der RB61 bedient.
Erweiterung des Zugangebots im Regionalverkehr
Zusätzlich zu den Anpassungen beim RE3 werden auch die Linien RE4 und RE5 neu strukturiert. Die Linie RE4 wird Stendal, Rathenow, Berlin und Falkenberg an der Elster verbinden, während der RE5 von Rostock beziehungsweise Stralsund über Berlin nach Ludwigsfelde verkehrt. Diese Maßnahmen sollen das Angebot um mehr als zwei Millionen Zugkilometer jährlich erweitern und den Regionalverkehr zwischen den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen-Anhalt stärken.
Nutzung älterer Züge bis zur Auslieferung der neuen Modelle
Der offizielle Start des neuen Verkehrsvertrags ist für den 12. Dezember 2026 vorgesehen. Die vollständige Auslieferung der neuen Stadler-Züge wird jedoch voraussichtlich bis 2027 andauern. Daher plant DB Regio, zunächst ältere Doppelstockzüge mit Elektrolokomotiven auf den Linien RE3, RE4 und RE5 einzusetzen, um zu gewährleisten, dass die Angebotsausweitung und der neue Stundentakt pünktlich zum Fahrplanwechsel umgesetzt werden können.
Fazit: Perspektiven für den Regionalverkehr
Die neuen KISS-Doppelstockzüge versprechen eine wesentliche Verbesserung des Platzangebots und der Barrierefreiheit im Regionalverkehr. Die geplanten Veränderungen im Betriebskonzept und die neuen Fahrpläne werden bereits vor der Auslieferung der neuen Züge in Kraft treten, um den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht zu werden.
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Quellen: entwicklungsstadt, Neue Regionalzüge für Berlin und Umland: Doppelstockzüge für den RE3 kommen später als geplant, Stadler KISS
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