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Möbelkette in Köln meldet Insolvenz an: Filialen in NRW betroffen

Die Hammer Raumstylisten GmbH hat Insolvenz angemeldet, was zur Schließung von 46 Filialen führte. Aktuell sind nur noch 41 Standorte in Betrieb, doch bis Ende Mai 2026 werden auch diese schließen, da der Räumungsverkauf nicht fortgeführt werden kann.

Insolvenz von Möbel-Geschäft: Shop bei Köln dicht
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Die Situation der Hammer Raumstylisten GmbH ist angespannt, da das Unternehmen Insolvenz angemeldet hat. In diesem Zusammenhang wurden bereits 46 Filialen geschlossen, und die Aussichten für die verbleibenden Standorte in Nordrhein-Westfalen sind ebenfalls besorgniserregend.

Das Insolvenzverfahren gestaltet sich als herausfordernd, da mehrere Gespräche mit potenziellen Investoren ohne Erfolg geblieben sind. Die Lage hat sich für die bundesweit tätige Kette merklich verschlechtert, was auch Auswirkungen auf die Filialen in Nordrhein-Westfalen hat. Eine Filiale in Burscheid bei Köln wurde bereits in den letzten Wochen geschlossen.

Die beiden letzten Interessenten im Bieterprozess haben ihre Angebote zurückgezogen. Ein neuer Bieter hat sich zwar gemeldet und ein Angebot für das gesamte Filialnetz unterbreitet, jedoch äußerte Insolvenzverwalter Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH Bedenken hinsichtlich der Realisierbarkeit einer Einigung. Der späte Einstieg des neuen Interessenten wirft Fragen auf, ob eine Lösung rechtzeitig gefunden werden kann.

Parallel dazu führt der Insolvenzverwalter Gespräche mit Investoren aus anderen Branchen, die bereit sind, einzelne Mietflächen zu übernehmen und den betroffenen Mitarbeitern Arbeitsplätze anzubieten.

Folgen der Insolvenz für die Filialen in Nordrhein-Westfalen

Seit Anfang April 2026 läuft in allen noch geöffneten Hammer-Filialen ein Totalräumungsverkauf. Bis Ende März wurden bereits 46 Standorte deutschlandweit geschlossen und an die Vermieter zurückgegeben. Aktuell sind noch 41 Filialen in Betrieb, jedoch wird auch diese Zahl bald sinken. Aufgrund unzureichender Ware für den Räumungsverkauf und finanzieller Einschränkungen wird erwartet, dass bis Ende April weitere 20 Filialen schließen müssen.

Der Räumungsverkauf wird dann nur noch in 21 Märkten bis Ende Mai 2026 fortgeführt, wobei gestaffelte Rabatte angeboten werden. Welche Filialen betroffen sind, wurde von einem Sprecher der Pluta Rechtsanwalts GmbH nicht bekannt gegeben. Nach Abschluss des Räumungsverkaufs sollen auch diese letzten 21 Standorte schließen, sofern nicht doch noch eine Lösung durch Investoren gefunden wird, was derzeit jedoch unwahrscheinlich erscheint.

Die Insolvenz hat auch in Nordrhein-Westfalen erhebliche Auswirkungen. Neben der bereits geschlossenen Filiale in Burscheid bei Köln, die Mitte März einen Räumungsverkauf gestartet hatte, sind laut der Unternehmenswebsite auch Filialen in Arnsberg, Bünde, Halle in Westfalen, Höxter und Rheine betroffen.

Entwicklung des Insolvenzverfahrens

Im April werden alle Arbeitsverhältnisse mit einer Kündigungsfrist von maximal drei Monaten beendet. Wo keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr bestehen, etwa in bereits geschlossenen Filialen, erfolgt die Kündigung mit sofortiger Freistellung. Zudem werden alle Mietverträge der Unternehmensstandorte mit der gesetzlich vorgesehenen dreimonatigen Frist zum Ende April gekündigt.

Insolvenzverwalter Meyer bezeichnete die Entwicklung als „sehr bedauerlich“ und betonte, dass die Verhandlungen trotz der schwindenden Zuversicht fortgesetzt werden, um eine Last-Minute-Lösung nicht auszuschließen. Er sprach den Mitarbeitern seinen Dank für ihren Einsatz in den vergangenen Wochen und Monaten aus.


Quellen: Ströer Digital Publishing, Stores-shops, Newsflash24, Holz-zentralblatt

Bildquelle: ai-generated-gemini

Ronny Winkler