Im Kölner Johannes-Giesberts-Park wurden bis zu 150 verdächtige Stellen entdeckt, die auf mögliche Weltkriegsbomben hinweisen. Bei einem Fund droht eine Evakuierung des nahegelegenen Kinderkrankenhauses.
Mögliche Evakuierung des Kinderkrankenhauses in Köln wegen Bombenuntersuchungen

Evakuierungsgefahr für Kinderkrankenhaus in Köln aufgrund von Bombenuntersuchungen
Im Kölner Johannes-Giesberts-Park im Stadtteil Nippes wird derzeit nach möglichen Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Die Stadt hat mitgeteilt, dass bei einer ersten Untersuchung bis zu 150 verdächtige Stellen identifiziert wurden. Eine detaillierte Überprüfung dieser Stellen ist für den 12. Juni geplant, um potenzielle Bombenfunde zu bestätigen.
Für die Dauer der Untersuchungen wird der Park vollständig gesperrt. Sollte sich herausstellen, dass eine Weltkriegsbombe gefunden wird, könnte dies weitreichende Evakuierungen im Umfeld des Parks nach sich ziehen. Besonders betroffen wäre das Kinderkrankenhaus an der Amsterdamer Straße, das möglicherweise evakuiert werden müsste. In einem solchen Fall müssten die Patienten auf andere Einrichtungen verteilt werden.
Untersuchungen im Johannes-Giesberts-Park
Falls tatsächlich Weltkriegsbomben entdeckt werden, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KMD) aus Düsseldorf anrücken, um die Blindgänger zu entschärfen. Diese Entschärfung ist für den 13. Juni vorgesehen. Die Stadt plant, die Öffentlichkeit zeitnah über die Ergebnisse der Untersuchungen und die nächsten Schritte zu informieren. Die Bevölkerung wird gebeten, den Park während der Sondierungsarbeiten zu meiden.
Die Untersuchungen sind Teil einer geplanten Umgestaltung des Parkgeländes, bei der unter anderem Flächen entsiegelt werden sollen. Zudem sind neue Rundwege und die Pflanzung zusätzlicher Bäume vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis spätestens Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.
Hintergrund der Bombenuntersuchungen
Die angekündigten Sondierungsarbeiten sind nicht ungewöhnlich, insbesondere bei größeren Bauprojekten. Ziel ist es, mögliche Blindgänger zu identifizieren, die während der Bauarbeiten zu Problemen führen könnten. Im vergangenen Jahr kam es zu einem Vorfall, bei dem ein Bagger eine Weltkriegsbombe südlich der Kölner Ringe berührte, was eine sofortige Entschärfung erforderlich machte. Zudem können solche Untersuchungen helfen, die Familiengeschichte zu entschlüsseln, indem sie Aufschluss über historische Ereignisse geben.
Die größte bisherige Bombenentschärfung in Köln fand im vergangenen Jahr am Deutzer Rheinufer statt, wo mehrere Blindgänger entdeckt wurden. In der Folge mussten große Teile der Kölner Innenstadt geräumt werden, und der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt.
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Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








