Ein Eklat um verpasste Termine und Disqualifikationen sorgte für Aufregung. Trotzdem setzte sich Bosch durch und gewann den Titel.
Miss Universe Skandal: Mexikanerin Fatima Bosch zur Siegerin gekürt

Nach einem von Skandalen geprägten Wettbewerb wurde Fatima Bosch, die amtierende Miss Mexiko, in Thailand zur neuen Miss Universe gekrönt. Vor zwei Wochen kam es jedoch zu einem Eklat, als Bosch bei einem Vorbereitungsevent in Bangkok vom thailändischen Organisator Nawat Itsaragrisil vor allen scharf gerügt wurde, was dazu führte, dass mehrere Teilnehmerinnen die Veranstaltung verließen.
Nawat, der Direktor von Miss Universe Thailand, warf Bosch vor, einen Termin verpasst zu haben, und zweifelte an ihrer Professionalität. Er forderte sie immer wieder auf, ruhig zu sein, als sie sich verteidigen wollte. Als Bosch protestierte, rief er die Sicherheitskräfte.
Drohung mit Disqualifikation
Zahlreiche Teilnehmerinnen solidarisierten sich mit der Mexikanerin und verließen den Saal – worauf Nawat ihnen öffentlich mit Disqualifikation drohte. Ein Video des Events, das live gestreamt wurde, verbreitete sich schnell online und löste Empörung aus. Bosch schrieb später aus sozialen Medien: «Niemand hat das Recht, uns zum Schweigen zu bringen.» Später glätteten sich die Wogen.
Juroren treten zurück
Allerdings sind kurz vor dem Finale auch zwei Juroren aus Frankreich und dem Libanon zurückgetreten. Laut Medienberichten erklärten sie, dass der Wettbewerb manipuliert sei und die Siegerin bereits feststehe. Zudem hatte die Kandidatin aus Jamaika vor einigen Tagen einen Sturz während der Vorrunde von der Bühne und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Ihre Verletzungen waren zum Glück nicht schwerwiegend, aber sie trat nicht mehr im Finale an.
Die Gewinnerin stammt aus einer bekannten Familie im südmexikanischen Bundesstaat Tabasco, wie die thailändische Zeitung «Kahosod» berichtete. Sie studierte unter anderem in Mexiko und Mailand Mode- und Bekleidungsdesign. Bosch ist die erste Frau aus Tabasco, die es auf die Miss-Universe-Bühne schaffte.
Die Teilnehmerin aus Thailand, Praveenar Singh, wurde Zweite. Der Miss-Universe-Wettbewerb fand in Bangkok, Phuket und Pattaya statt. Diana Fast, die Miss Universe Germany, hatte aus persönlichen Gründen angekündigt, nicht nach Thailand zu reisen.








