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Nach verheerender Sturzflut im Himalaya: Fast 1500 Menschen werden vermisst

Nach einer massiven Sturzflut im Himalaya sind mittlerweile fast 1500 Menschen vermisst, darunter zahlreiche Touristen aus verschiedenen Ländern. Die Rettungsmaßnahmen werden durch Schlamm und beschädigte Infrastruktur erschwert.

Nach Sturzflut im Himalaya: Zahl der Vermissten steigt auf fast 1500
X/Ravi Pandey

Verheerende Sturzflut im Himalaya führt zu dramatischen Verlusten

Im Grenzgebiet zwischen Nepal und China hat eine verheerende Sturzflut massive Zerstörungen angerichtet. Die Polizei verzeichnete bislang 165 bestätigte Todesfälle, während die vermisste Personenzahl in Nepal auf besorgniserregende 826 angestiegen ist. Unter diesen Vermissten befinden sich 579 Touristen, was die Gesamtzahl der Vermissten auf nahezu 1500 erhöht, einschließlich 800 ausländischer Staatsbürger. Auch auf der Seite Chinas sind die Zahlen alarmierend: Rund 558 Personen gelten dort als vermisst, darunter 260 Ausländer. Am Vortag berichteten die Behörden noch von 265 Vermissten.

Rettungsaktionen und Hindernisse

Die nepalesische Polizei hat 162 Todesfälle bestätigt, während über 40 Verletzte in medizinischer Behandlung sind. Die Rettungsteams sind weiterhin aktiv, um nach Überlebenden zu suchen. Am Flughafen in Tingri, im Südwesten Tibets, sind 111 speziell ausgebildete Feuerwehrleute zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen eingetroffen. Die Arbeiten werden jedoch durch dicke Schlammmassen erschwert, die die Straßen unpassierbar gemacht haben und die Kommunikationsinfrastruktur beeinträchtigen.

Ungewisses Schicksal der Touristen

Die Situation für zahlreiche Touristen bleibt unklar. Der Leiter der nepalesischen Touristenpolizei, Bishow Raj Adhikari, gab bekannt, dass mehr als 350 Touristen derzeit nicht erreichbar sind, darunter auch acht Deutsche. Die Mehrheit der Vermissten stammt aus Indien, jedoch sind auch viele Bürger aus den USA und Großbritannien betroffen. Die Liste umfasst 55 Malaysier, 47 US-Bürger, 34 Australier, 33 Briten und 24 Kanadier.

Internationale Hilfsbereitschaft

Die Vereinigten Staaten haben Nepal Unterstützung in Form von Notunterkünften, frischem Wasser und weiteren Hilfsgütern zugesagt, wobei die Gesamthilfe auf 500.000 US-Dollar geschätzt wird. Der Dalai Lama äußerte sein Mitgefühl für die Betroffenen und ihre Familien. Auch der deutsche Außenminister und Bundeskanzler haben ihre Unterstützung angeboten. Die Präsidentin der EU-Kommission kündigte europäische Hilfe an, während der Erdbeobachtungsdienst Copernicus aktiviert wurde, um die betroffenen Gebiete zu kartografieren.

Ursachen der Sturzflut im Fokus

Die genauen Ursachen der Sturzflut werden gegenwärtig untersucht. Erste Analysen der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde deuten darauf hin, dass ein Gletscherabbruch möglicherweise den Zufluss des Bhotekoshi blockiert hat, was zur Bildung eines temporären Sees führte. Dieser überflutete die Ufer und löste eine Flutwelle aus Wasser, Eis und Geröll aus, die flussabwärts zog. Die US-Erdbebenwarte verzeichnete Erschütterungen in der Region, die zunächst als Erdbeben klassifiziert wurden, jedoch später als Folge eines Gletscherabbruchs identifiziert wurden.

Beliebtes Wanderziel betroffen

Die betroffene Region ist bekannt für ihre Wanderwege und zieht sowohl buddhistische als auch hinduistische Pilger an, die den heiligen Berg Kailash in Tibet besuchen möchten. Bereits im vergangenen Jahr gab es in dieser Region schwere Überschwemmungen, die Menschenleben forderten und die Infrastruktur beschädigten. Die aktuelle Katastrophe verdeutlicht erneut die Verwundbarkeit dieser Gebirgsregion und die Notwendigkeit internationaler Unterstützung.

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Quellen: Bild, tagesschau

Bildquelle: X/Ravi Pandey

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS