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Neuer Aufruf zur Veränderung: UEFA und Verbände setzen sich gegen Infantino zur Wehr

UEFA und zwei weitere Kontinentalverbände kritisieren in einem offenen Brief die Führung von FIFA-Präsident Gianni Infantino und fordern einen Neuanfang. Der Druck auf Infantino wächst, nachdem seine umstrittenen Investorenpläne auf massiven Widerstand gestoßen sind.

Ein Brief, der es in sich hat: UEFA und ihre Mitstreiter holen zum nächsten Schlag gegen Infantino aus
Doha Stadium Plus Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Dringlicher Aufruf zur Veränderung

In den letzten Tagen hat Gianni Infantino, der Präsident der FIFA, trotz anhaltender Angriffe und Vorwürfe zunehmend Rückhalt erhalten. Dennoch verstärken die UEFA sowie zwei weitere Kontinentalverbände den Druck auf den umstrittenen Verbandschef. In einem gemeinsamen Schreiben richten sich die Dachorganisationen für Europa (UEFA), Asien (AFC) und Nord- sowie Mittelamerika und die Karibik (Concacaf) öffentlich gegen Infantino und bekräftigen ihre Forderung nach einem Neuanfang an der Spitze des Weltfußballs.

Kritik an Führungsstil und Handlungen

In dem offenen Brief, der von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin, AFC-Präsident Salman bin Ibrahim al-Chalifa und Concacaf-Präsident Victor Montagliani unterzeichnet wurde, wird unmissverständlich auf die Probleme hingewiesen, die Infantino in seiner Amtszeit verursacht hat.

„Führung im Fußball ist kein Besitz. Es geht nicht darum, Macht zu haben – oder ihre Ausübung einzufordern. Sie ist eine Verpflichtung zum Dienst an der Fußball-Familie, die einem ihr Vertrauen schenkt,“

heißt es in dem Dokument. Die namentliche Erwähnung Infantinos wurde vermieden, dennoch ist klar, dass sich die Kritik direkt gegen ihn richtet.

Scheitern der Investorenpläne

Die Kontinentalverbände äußern sich besorgt über Infantinos gescheiterte Pläne, Rechte an FIFA-Turnieren an private Investoren zu verkaufen, die auf massive Empörung gestoßen sind und letztendlich eingestellt werden mussten. Seitdem ist ein Machtkampf innerhalb des Fußballs entbrannt. Trotz dieser Schwierigkeiten hat Infantino zumindest Unterstützung aus Afrika und Südamerika erhalten.

Fehlende Einsicht in schwerwiegende Fehler

Im Brief wird der Alleingang des FIFA-Präsidenten scharf verurteilt.

„Ein Vorschlag, der in einem stark verkürzten Zeitrahmen vorangetrieben, ohne ernsthafte Konsultation erarbeitet und bis zu einer Frist angeschoben wurde, noch bevor die Mitgliedsverbände die Bedingungen angemessen prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens – sondern Ausdruck eines bewussten Vorgehens, um eine Überprüfung einzuschränken,“

betonen die Verbände und beziehen sich dabei auf ein Schreiben der FIFA, in dem Fehler bei den Investorenplänen eingeräumt wurden.

„Es wurde nicht anerkannt, dass der Vorschlag an sich grundlegend falsch war. Nach wie vor fehlt jede Einsicht, dass der Versuch, eine Beteiligung an der FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen, ein gravierendes Fehlurteil war – nicht nur ein Verfahrensfehler, sondern ein grundlegender Vertrauensbruch gegenüber genau den Institutionen, denen die FIFA zu dienen verpflichtet ist,“

heißt es weiter.

Appell an die Einheit im Fußball

Die Verbandschefs schließen ihren Brief mit einem eindringlichen Aufruf an die gesamte Fußballgemeinschaft:

„Die Stärke des Fußballs lag stets in seiner Einheit. Wir rufen dazu auf, diese Einheit nun zu wahren – und für eine Führung einzustehen, die dem Fußball dient, statt ihn beherrschen zu wollen.“


Quellen: n-tv

Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS