Nach der Ausstrahlung von „Aktenzeichen XY“ meldete sich ein Zeuge, der angibt, ein Bekannter habe ihm gegenüber die Tat im Mordfall Bianca Bersch gestanden. Die Kölner Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen übernommen und erhalten zahlreiche Hinweise.
Neuer Hinweis im Kölner Mordfall nach 34 Jahren durch Zeugenmeldung

Im Kölner Mordfall um Bianca Bersch gibt es neue Entwicklungen. Nach der Ausstrahlung der Sendung „Aktenzeichen XY“ hat sich ein Zeuge gemeldet, der angibt, ein Bekannter habe ihm gegenüber die Tat gestanden. Dies könnte für die Ermittler einen entscheidenden Hinweis darstellen.
Die Kölner Kriminalpolizei hat mittlerweile den Namen des mutmaßlichen Täters erhalten und verfolgt diesen Hinweis weiter. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen übernommen, nachdem die ZDF-Sendung ausgestrahlt wurde. Ein Polizeisprecher berichtete, dass seit der Sendung etwa 30 Hinweise eingegangen sind. Weitere Informationen wurden jedoch aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht bereitgestellt.
Details zum Fall Bianca Bersch
Bianca Bersch wurde am 4. Juli 1992 tot in ihrer Wohnung in der Brabanter Straße 50 im Belgischen Viertel aufgefunden. Die 48-Jährige arbeitete als Prostituierte unter dem Namen „Yvonne“ in einem Apartment über dem Spielclub „Picadilly“. Die Obduktion ergab, dass sie mindestens einen Tag vor dem Auffinden ihrer Leiche getötet worden war. Da ihre Wohnung durchwühlt war, gehen die Ermittler von einem Raubmord aus. Es wird vermutet, dass der Täter ihr letzter Freier gewesen sein könnte.
Forensische Spuren am Tatort
Die Ermittler haben am Tatort neue forensische Beweise entdeckt. Eine weiße Tennissocke mit der Aufschrift „Sport“ wurde gefunden, auf der DNA-Material des mutmaßlichen Täters gesichert werden konnte. Zudem wurden Abriebspuren von Arbeitsschuhen sowie Rückstände von Schweiß- und Lackierarbeiten festgestellt. An der Leiche von Bersch konnten ebenfalls blaue Farbspuren gesichert werden.
Die Ermittler schließen daraus, dass der Täter regelmäßig knöchelhohe Arbeitsschuhe getragen haben muss, möglicherweise in Verbindung mit einem Blaumann oder einer blauen Arbeitshose. Es wird angenommen, dass er auch häufig mit Gasflaschen gearbeitet hat. Zudem wird vermutet, dass der Täter eher klein und schlank war, da er nach der Tat seine blutverschmierte Kleidung gegen die des Opfers tauschte und vermutlich Bargeld entwendete.
Aufruf zur Mithilfe
Am Tatort wurde außerdem ein Schlüsselbund mit einem Acrylglas-Anhänger und drei Schlüsseln gefunden, wobei einer die Aufschrift „Schlüsseldienst Többen“ in Köln trägt. Die Ermittler bitten um Hinweise von Personen, die in den frühen 1990er-Jahren Kontakt zu Bersch hatten und sich noch nicht bei der Polizei gemeldet haben. Es wird vermutet, dass Bersch möglicherweise gegenüber einem Freier angedeutet hat, dass sie bedroht wird. Wer Informationen hat, die zur Aufklärung des Falls beitragen könnten, wird gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
Quellen: t-online
Bildquelle: KI generiert








