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Neuer Kurs bei Lindt & Sprüngli: CEO Lechner tritt nach Umsatzwarnungen zurück

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat sich entschieden, von seinem Konzernchef Adalbert Lechner Abschied zu nehmen. Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem das Unternehmen innerhalb eines Jahres zwei Umsatzwarnungen herausgeben musste, die auf anhaltende Schwierigkeiten im Absatzbereich hindeuten.

Zurück zum Wachstum?: Schoko-Riese Lindt & Sprüngli entlässt Konzernchef Lechner
Ank Kumar via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat sich entschieden, von seinem Konzernchef Adalbert Lechner Abschied zu nehmen. Dieser Schritt wurde notwendig, nachdem das Unternehmen innerhalb eines Jahres zwei Umsatzwarnungen herausgeben musste, die auf anhaltende Schwierigkeiten im Absatzbereich hindeuten. Der Verwaltungsrat hat erkannt, dass ein Wechsel in der Unternehmensführung erforderlich ist, um das Unternehmen wieder auf einen Wachstumspfad zu bringen.

Adalbert Lechner, der seit 2022 die Geschäfte des Unternehmens leitete, war insgesamt 33 Jahre für Lindt & Sprüngli tätig. In der Übergangszeit hat der Verwaltungsrat Dieter Weisskopf, den früheren Konzernchef, als interimistischen Leiter eingesetzt. Weisskopf, der bereits bis 2022 an der Spitze des Unternehmens stand und zuvor Finanzchef war, wird die Geschäfte bis zur Ernennung eines dauerhaften Nachfolgers im zweiten Quartal 2027 führen.

Die Gründe für die Trennung von Lechner wurden nicht detailliert erläutert. Lindt & Sprüngli sieht sich seit einiger Zeit mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, insbesondere aufgrund stark angestiegener Kakaopreise, die zu signifikanten Preiserhöhungen für die Produkte führten. Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Verkaufspreise im Durchschnitt um 11,8 Prozent, was wiederum zu einem Rückgang der Absatzmengen führte.

Die Reaktionen der Verbraucher auf die Preiserhöhungen waren in den Märkten Deutschland, Schweiz und Großbritannien stärker als erwartet. Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, hat Lindt & Sprüngli bereits im Sommer damit begonnen, einige Produkte zu reduzierten Preisen anzubieten und setzt zusätzlich auf kleinere Verpackungsgrößen.

Ende September musste das Unternehmen seine Umsatzprognose zum zweiten Mal in diesem Jahr nach unten korrigieren. Anstelle des ursprünglich angestrebten organischen Wachstums von 6 bis 8 Prozent wird nun für 2026 lediglich ein Wachstum von 0 bis 2 Prozent erwartet. Neben den hohen Preisen erlitten auch die sommerlichen Temperaturen in Europa negative Auswirkungen auf das Geschäft. Diese Senkung der Prognose führte an der Börse zu einem spürbaren Kursrückgang.

Interimschef Weisskopf hat sich als Ziel gesetzt, das Europageschäft wieder auf einen Wachstumskurs zu bringen. Darüber hinaus sollen die Investitionen in die Marken gesteigert und die Profitabilität des Unternehmens verbessert werden. In den Märkten Nordamerika und Asien hingegen verläuft das Geschäft deutlich erfolgreicher.

Zusätzlich zu den Änderungen in der Unternehmensführung wird auch der Länderchef für Deutschland, Michal Spiller, das Unternehmen nach 23 Jahren verlassen. Sein Nachfolger wird Ali Kulein, der zuvor die Geschäfte in Österreich geleitet hat.


Quellen: n-tv, Tagesspiegel

Bildquelle: Ank Kumar via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS