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Neuer Rheinlandtarif in Köln ab 1. Juni: Änderungen für Fahrgäste

Ab dem 1. Juni 2026 wird im VRS ein neuer Rheinlandtarif mit nur drei Preisstufen eingeführt, was die Ticketpreise für Fahrgäste in Köln verändert. Die Tarifgrenze zwischen Köln und Aachen entfällt, während die Kurzstrecke bis Ende Mai 2028 erhalten bleibt.

Rheinlandtarif in Köln: Was sich für Fahrgäste ab dem 1. Juni ändert
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Neuer Rheinlandtarif tritt am 1. Juni in Kraft: Wichtige Informationen für Fahrgäste

Ab dem 1. Juni wird im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) ein neuer Rheinlandtarif eingeführt, der eine Vereinfachung der bisherigen Tarifstruktur mit sich bringt. In Zusammenarbeit mit dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) wird die Anzahl der Preisstufen erheblich reduziert. Anstelle der bisherigen zehn Preisstufen im VRS werden künftig nur noch drei Preisstufen angeboten. Zudem entfällt die Tarifgrenze zwischen Köln und Aachen.

Konkrete Auswirkungen auf Fahrgäste in Köln

Für Fahrgäste, die innerhalb von Köln mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind, wird der Preis für ein Einzelticket der neuen Preisstufe 1 auf vier Euro festgelegt. In kleineren Städten und Gemeinden innerhalb des VRS-Gebiets beträgt der Preis 3,50 Euro. Die bestehende Kurzstrecke bleibt zunächst bis Ende Mai 2028 erhalten und kostet weiterhin 2,90 Euro, was für kurze Fahrten in der Innenstadt, wie zum Beispiel zu Museen oder Bahnhöfen, weiterhin attraktiv sein könnte.

Fahrten über Köln hinaus und Übergangstarife

Die Tarifgrenze zwischen dem VRS und dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bleibt bestehen. Für Fahrten von Köln nach Düsseldorf sind weiterhin spezielle Übergangstarife erforderlich, oder Fahrgäste können den digitalen Tarif „eezy.nrw“ nutzen. Dieser Tarif wird für Gelegenheitsfahrten empfohlen und basiert auf einer Abrechnung nach Luftlinie über eine App. Ein Preisdeckel sorgt dafür, dass die monatlichen Kosten nicht höher sind als beim Deutschlandticket.

Kritik an der Tarifreform

Der Fahrgastverband Pro Bahn NRW hat die Vereinfachung der Tarife grundsätzlich begrüßt, äußert jedoch Bedenken hinsichtlich der praktischen Umsetzung. Kritisiert wird insbesondere die starke Fokussierung auf digitale Angebote wie „eezy.nrw“, da nicht überall eine zuverlässige mobile Internetverbindung vorhanden ist, insbesondere in ländlichen Gebieten. Zudem wird die Registrierung für die App als umständlich angesehen, insbesondere für ausländische Touristen. Der Verband schlägt vor, einfachere Lösungen zu implementieren, bei denen Fahrgäste beim Ein- und Aussteigen lediglich ihre Bankkarte an ein Lesegerät halten müssen.

Fehlende Angebote für Gruppen und Mitfahrer

Nach Ansicht des Fahrgastverbands werden Gruppen und Mitfahrer bei den neuen Tarifen nicht ausreichend berücksichtigt. Bei der Nutzung von „eezy.nrw“ müssen Reisende in der Regel für jede Person einzeln buchen, was attraktive Gruppenangebote oder Mitnahmeregelungen vermissen lässt. Solche Angebote könnten dazu beitragen, dass mehr Menschen Bus und Bahn nutzen.

Betroffene Fahrgäste durch die Tarifreform

Laut Angaben des VRS betrifft die Tarifreform hauptsächlich Gelegenheitsfahrer. Der Verkehrsverbund schätzt, dass lediglich etwa zehn Prozent aller Fahrten von den Änderungen betroffen sind. Die Mehrheit der Fahrgäste nutzt bereits das Deutschlandticket oder digitale Angebote wie „eezy.nrw“.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler