In Kroatien haben Ermittler einen zweiten Verdächtigen im Fall der Nord-Stream-Anschläge festgenommen. Der Mann, ein mutmaßlicher Taucher, soll Sprengsätze an den Pipelines angebracht haben.
Neuer Verdächtiger in Nord-Stream-Ermittlungen in Kroatien festgenommen

Die Ermittlungen zu den Sprengungen der Nord-Stream-Pipelines am 26. September 2022 nehmen eine neue Wendung: In Kroatien wurde ein zweiter Verdächtiger gefasst. Er wird verdächtigt, als Taucher an der Anbringung der Sprengsätze beteiligt gewesen zu sein.
Festnahme des Verdächtigen
Nach Angaben der Ermittler handelt es sich bei dem Festgenommenen um einen Mann, der die Sprengsätze in der Ostsee in rund 80 Metern Tiefe von einem Segelboot aus an den Pipelines angebracht haben soll. Diese Festnahme erfolgte im Rahmen der Fahndung nach den Tätern, die für die Explosionen verantwortlich sind.
Hintergründe zur Festnahme
Der Generalbundesanwalt hatte bereits im Vorjahr einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen erwirkt, nachdem er in Polen lokalisiert worden war. Damals hatte die polnische Justiz jedoch die Auslieferung des Mannes verweigert, was zu diplomatischen Spannungen führte. Nachdem der Verdächtige wieder auf freien Fuß gesetzt wurde, gelang es den Ermittlern nun, ihn in Kroatien zu fassen, und Deutschland plant, seine Auslieferung zu beantragen.
Folgen der Explosionen
Die Detonationen hatten zur Zerstörung von drei der vier Röhren der Pipelines geführt. Deutsche Ermittler konnten bereits ein mutmaßliches Täterteam identifizieren, darunter einen Ukrainer, dessen Festnahme in Italien erfolgte. Der Prozess gegen ihn soll in Kürze in Hamburg beginnen. Unklar bleibt jedoch, wer die Anschläge in Auftrag gegeben hat.
“Ukrainischer Staatsbürger”, sagte Michael Götschenberg in einer aktuellen Berichterstattung.
Quellen: tagesschau
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