Sachsens Polizei entdeckt neun weitere selbst gebaute Sprengvorrichtungen an Stromtrassen. Der tatverdächtige 48-Jährige ist auf der Flucht, während die Ermittlungen wegen möglicher terroristischer Hintergründe laufen.
Neun weitere Sprengsätze in Sachsen entdeckt – Polizei sucht flüchtigen Verdächtigen

Am Freitag, den 7. September 2026, stießen die Ermittler der sächsischen Polizei auf mehrere Sprengvorrichtungen, die offenbar darauf abzielten, ein Umspannwerk in der Nähe von Görlitz zu sabotieren. In den darauffolgenden Tagen setzte die Polizei ihre Suche fort und entdeckte dabei zusätzliche Sprengsätze. Der Verdächtige ist weiterhin auf der Flucht.
Insgesamt fanden die Beamten in Sachsen neun selbst gebaute Sprengvorrichtungen, die mutmaßlich für Anschläge auf die Stromversorgung vorgesehen waren. Diese Sprengsätze wurden laut Angaben des Landeskriminalamts und der Generalstaatsanwaltschaft in der Nähe eines Umspannwerks in Graustein entdeckt. Der gesuchte Tatverdächtige befindet sich nach wie vor auf der Flucht.
Chronologie der Ereignisse
Bereits am Dienstag der vorangegangenen Woche wurden Anschläge auf Umspannwerke in Jänschwalde, Brandenburg, und in Bergheim, Nordrhein-Westfalen, verübt. In diesen Fällen wurden auch verdächtige Vorrichtungen in Dormagen und Weisweiler gefunden. Die Polizei und Netzbetreiber berichteten, dass die Täter mit pyrotechnischen Geschossen leitfähiges Material in Hochspannungsleitungen schossen, um Kurzschlüsse zu verursachen. In der Umgebung der Umspannwerke wurden zudem Abschussvorrichtungen entdeckt.
Reaktionen und Ermittlungen
Die Anschläge in Bergheim und Jänschwalde führten zwar zu vorübergehenden Abschaltungen in Kraftwerksblöcken, jedoch war die allgemeine Stromversorgung nicht gefährdet. Die Ermittlungen laufen unter dem Vorwurf der verfassungsfeindlichen Sabotage, in Brandenburg gibt es zusätzlich Vorwürfe wegen Bildung einer Terrorvereinigung.
Aktuelle Entwicklungen
Am Freitag wurden in Sachsen auch Sprengvorrichtungen in der Nähe der Umspannwerke Bärwald und Graustein gefunden. Nach Hinweisen war die Polizei in die Region gerufen worden. Insgesamt wurden in Sachsen 21 dieser Vorrichtungen gesichert, wie die Ermittler bestätigten.
Der gesuchte Verdächtige, ein 48-jähriger Mann aus Nordrhein-Westfalen, wird öffentlich gefahndet. Er soll in Bekennerschreiben einige der Taten zugegeben und seine Handlungen mit Kritik an der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen begründet haben. Am Sonntag führte die Polizei mit Drohnen einen Großeinsatz in der Nähe des Hambacher Forsts durch, wo das Wohnmobil des Verdächtigen entdeckt wurde. Laut Informationen der Brandenburger Polizei könnte er mittlerweile mit einem Fahrrad unterwegs sein. Bisher wurde er jedoch nicht gefunden.
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Quellen: n-tv
Bildquelle: The original uploader was Zieshan at German Wikipedia. (SÄCHSISCHES STAATSMINISTERIUM DES INNERN) via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)
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