Auf dem Fliegerhorst Nörvenich bei Köln vertiefen Deutschland und Frankreich ihre nukleare Zusammenarbeit. Im Herbst nehmen deutsche Soldaten erstmals an einem französischen Nuklearmanöver teil.
Nörvenich wird Zentrum der deutsch-französischen Atomkooperation

Am Fliegerhorst Nörvenich, der westlich von Köln liegt, wird ein neues Kapitel in der Sicherheitspolitik aufgeschlagen. Deutschland und Frankreich intensivieren ihre Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Abschreckung.
In Nörvenich findet am Freitag ein Treffen des deutsch-französischen Sicherheits- und Verteidigungsrates statt. Laut Informationen aus Regierungskreisen wird unter anderem beschlossen, dass deutsche Soldaten im Herbst erstmals an einem französischen Nuklearmanöver teilnehmen werden.
Bereits vor mehreren Jahren hatte Frankreichs Präsident Macron europäischen Partnern angeboten, sich unter den atomaren Schutzschirm seines Landes zu stellen. Neben Großbritannien ist Frankreich das einzige westeuropäische Land, das über eigene Atomwaffen verfügt.
Deutschland ist bislang vor allem in die nukleare Abschreckung der NATO integriert. Auf deutschem Territorium sind US-Atombomben stationiert, für deren möglichen Einsatz die Bundeswehr im Ernstfall Kampfflugzeuge bereitstellen würde.
Die neue Kooperation mit Frankreich soll nicht das bestehende System ersetzen, sondern vielmehr die Abschreckung der NATO ergänzen und stärken. Ein weiterer Hintergrund ist das Bestreben Deutschlands, sich in Fragen der nuklearen Sicherheit in Europa künftig nicht mehr ausschließlich auf die USA zu verlassen.
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Quellen: t-online, FAZ, Der Spiegel
Bildquelle: KI generiert








