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Norditalien: Unterirdischer Süßwassersee entdeckt – Geheimes Gewässer unter der Oberfläche

Wissenschaftler haben in der Provinz Venedig ein bemerkenswertes Vorkommen von unterirdischem Süßwasser entdeckt. Diese unterirdische Wasserreserven, die sich über fast 30.000 Hektar erstreckt, liegt in einer Tiefe von etwa 30 Metern und verläuft zwischen Buoro bei Cavarzere und Punta Gorzone bei Chioggia.

Norditalien: Forscher entdecken in Norditalien zweiten Gardasee
Bildquelle: Marco Ghirello auf Unsplash

Wissenschaftler haben in der Provinz Venedig ein bemerkenswertes Vorkommen von unterirdischem Süßwasser entdeckt. Diese unterirdische Wasserreserven, die sich über fast 30.000 Hektar erstreckt, liegt in einer Tiefe von etwa 30 Metern und verläuft zwischen Buoro bei Cavarzere und Punta Gorzone bei Chioggia. Die Entdeckung fand im Rahmen des EU-Forschungsprojekts „SWAMrisk“ statt, das die Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserversorgung in Küstenregionen untersucht.

Die neue Wasserquelle wird durch mächtige Schichten aus Ton und Schluff geschützt, die als natürliche Barrieren fungieren und das Eindringen von salzigem Meerwasser aus der Adria weitgehend verhindern. Diese Schutzmechanismen sind von besonderer Bedeutung, da Italien verstärkt mit Wasserknappheit zu kämpfen hat, die sich in sinkenden Wasserständen, austrocknenden Flüssen und anhaltenden Hitzewellen äußert.

Projektleiter Lorenzo Frison betonte, dass die aktuellen Untersuchungen zeigen, dass das große Tiefenvorkommen nur geringe Anfälligkeit für Salzwassereindringung aufweist. Dennoch gibt es in der Region bereits Herausforderungen aufgrund der Versalzung, bei der Meerwasser in küstennahe Böden und Grundwasservorkommen eindringt. In bestimmten Gebieten wurden Salzkonzentrationen von bis zu 14 Gramm pro Liter nachgewiesen; obwohl dies niedriger ist als der Salzgehalt von Meerwasser, der etwa 35 Gramm pro Liter beträgt, kann es dennoch negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben.

Dieser Fund könnte für die Landwirte der Region eine wichtige Hoffnung darstellen. Mauro Armelao, der Bürgermeister von Chioggia, bezeichnete das Reservoir als eine potenzielle „strategische Ressource“ für die landwirtschaftliche Nutzung. Unklar bleibt jedoch, ob und in welchem Maß das Wasser aus diesem unterirdischen See entnommen werden kann. Experten beabsichtigen nun, die nachhaltigen Möglichkeiten zur Nutzung dieses Reservoirs zu erforschen, ohne das empfindliche ökologische Gleichgewicht zu gefährden.


Quellen: Bild, Die Zeit

Bildquelle: Bildquelle: Marco Ghirello auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS