Die norwegische Mixed-Staffel über 4×400 Meter gibt ihre Goldmedaille zurück, da diese fälschlicherweise die Zeit der britischen Zweitplatzierten graviert hatte. Die Athleten fordern eine angemessene Anerkennung ihres sportlichen Erfolgs.
Norwegische Staffel gibt EM-Gold zurück: Regelverstoß festgestellt

Norwegische Mixed-Staffel über 4×400 Meter gibt Goldmedaille zurück
Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham hat die norwegische Mixed-Staffel über 4×400 Meter ihre Goldmedaille zurückgegeben. Diese Rückgabe war notwendig, da ein gravierender Fehler auf den Medaillen festgestellt wurde: Sie trugen nicht die Siegerzeit des norwegischen Teams, sondern die Zeit der zweitplatzierten britischen Staffel.
Nach dem Wettkampf, der am Montag stattfand, bemerkte das norwegische Team, dass die Medaillen die Zeit von 3:10,47 Minuten der Briten anstelle der eigenen Siegerzeit von 3:09,62 Minuten graviert hatten. Karsten Warholm, ein Mitglied des Teams, kommentierte die Situation als „absurd“ und betonte, dass man sich geweigert habe, die fehlerhaften Medaillen anzunehmen.
Reaktionen der Athleten
Henriette Jæger, eine Kollegin von Warholm, hatte den Fehler zunächst übersehen. Später äußerte sie jedoch, dass die Medaille die korrekte Zeit widerspiegeln müsse, da das Team hart für diesen Sieg gearbeitet habe. Sie stellte klar, wie wichtig es sei, den Erfolg angemessen zu würdigen.
Die Veranstaltungsgestalter, darunter Wettkampfverantwortlicher Ken Burkett, entschuldigten sich öffentlich für diesen Vorfall. Burkett erklärte, dass man sofort reagiert habe, als der Fehler bemerkt wurde, und bedauerte, dass die Medaillen nicht von Anfang an korrekt waren.
Erhalt der korrekten Medaillen
Am Dienstag erhielt das norwegische Team, bestehend aus Warholm, Jæger, Andreas Kulseng und Amalie Iuel, die korrekten Medaillen. Diese wiesen die richtige Zeit auf und spiegelten damit den sportlichen Erfolg des Teams angemessen wider.
Der Vorfall wirft wichtige Fragen zur Sorgfalt bei der Medaillenherstellung auf und verdeutlicht, wie entscheidend es für Athleten ist, dass ihre Leistungen korrekt anerkannt werden. Die Rückgabe der Medaille stellt ein Zeichen des Respekts für den eigenen sportlichen Erfolg sowie für Fairness im Wettkampf dar.
Quellen: t-online, SPORT1
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