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NRW-Kommunen warnen vor Wasserknappheit und bitten um Rücksichtnahme in Dürrezeiten

Die Stadtwerke Jülich und der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ warnen vor steigenden Trinkwasserbedarfen in NRW. Angesichts der Dürre bitten sie die Bevölkerung um einen bewussten Umgang mit Wasser, um Engpässe zu vermeiden.

Trinkwasser in NRW: Gemeinden rufen zur Achtsamkeit in Zeiten der Dürre auf
KI-generiert

Die Stadtwerke Jülich in Nordrhein-Westfalen haben die Bürger angesichts der anhaltenden Hitze und Dürre dazu aufgerufen, ihren Trinkwasserverbrauch zu reduzieren. Die steigenden Temperaturen haben zu einem erheblichen Anstieg des Wasserbedarfs geführt, was die Stadtwerke auf ihrer Webseite mitteilten. Um die Wasserversorgung aufrechtzuerhalten, wird geraten, auf das Wässern von Rasenflächen sowie das Befüllen von Schwimmbecken zu verzichten.

Uwe Macharey, der Technische Leiter der Stadtwerke, hob die Dringlichkeit dieser Maßnahmen hervor, um auch bei hohen Temperaturen ausreichend Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Besonders in den Nachtstunden, in denen normalerweise die Wasserspeicher aufgefüllt werden, sei der Verbrauch mehr als doppelt so hoch wie gewohnt. Trotz der vorhandenen zwei großen Wasserspeicher sinken die Vorräte kontinuierlich, und die Dauer der Wasserknappheit hängt stark von den Wetterbedingungen ab.

Steigender Wasserbedarf in weiteren Regionen

In den ostwestfälischen Kreisen Minden und Herford hat der Wasserbeschaffungsverband „Am Wiehen“ ebenfalls Alarm geschlagen und seine „Trinkwasserampel“ auf „Rot“ gesetzt. In einer Mitteilung des Verbands wurde darauf hingewiesen, dass der Wasserbedarf in den letzten Tagen stark angestiegen ist. Im Vergleich zur Vorwoche liegt der Mehrverbrauch je nach Kommune bei bis zu 40 Prozent. Am Wochenende fehlten rund 700.000 Liter Trinkwasser, um den hohen Verbrauch auszugleichen. Die Wettervorhersagen lassen zudem keine Besserung erwarten.

Michael Kasche, der Verbandsvorsteher, appellierte an die Bürger in Bad Oeynhausen, Hille, Hüllhorst und Löhne, ihren Trinkwasserverbrauch drastisch zu reduzieren. Jeder eingesparte Liter sei entscheidend, um das Versorgungssystem stabil zu halten.

Langfristige Folgen des Klimawandels

Der Städte- und Gemeindebund NRW weist darauf hin, dass insbesondere Regionen betroffen sind, in denen die Trinkwasserversorgung hauptsächlich aus Grundwasser erfolgt. Diese Grundwasserkörper benötigen lange Zeiträume, um sich wieder aufzufüllen, und stehen durch den Klimawandel unter zusätzlichem Druck. Ein Sprecher des Verbands erklärte, dass die längeren Trockenperioden in Zukunft zu häufigeren Engpässen führen könnten.

Zusätzlich zu den Herausforderungen durch die Dürre gibt es Berichte über Keimbelastungen in anderen Regionen, die zur Chlorung des Trinkwassers führen. Diese Maßnahmen sind notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und die Trinkwasserqualität sicherzustellen.


Quellen: Focus, stern

Ronny Winkler