In 17 Städten in Nordrhein-Westfalen stimmen Bürger über eine Olympia-Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ab. Die Auszählung der Stimmen beginnt am Abend, wobei eine einfache Mehrheit für eine gültige Zustimmung erforderlich ist.
Olympia-Bewerbung: Bürgerentscheid-Ergebnisse und Ablauf in Köln und NRW

Abstimmung über Olympia-Bewerbung in Nordrhein-Westfalen
In 17 Städten Nordrhein-Westfalens haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, über eine Bewerbung für die Olympischen Spiele abzustimmen. Die Auszählung der Stimmen beginnt am Abend, nachdem mehr als vier Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben haben.
Die Abstimmung betrifft die Frage, ob die jeweilige Stadt Teil einer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 werden soll. Die Stimmen wurden ausschließlich per Briefwahl abgegeben, wobei die Abstimmungsunterlagen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in den Auszählungsbüros der Kommunen eingereicht werden konnten.
Ergebnisse und Quoren für die Abstimmung
Die ersten Ergebnisse der Abstimmungen werden gegen 19 Uhr erwartet, während das endgültige Ergebnis am späten Abend vorliegen soll. In Köln findet zu diesem Anlass eine zentrale Veranstaltung statt, an der unter anderem der Ministerpräsident und der Oberbürgermeister teilnehmen.
Für eine gültige Zustimmung ist in Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern eine einfache Mehrheit erforderlich, wobei mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten zustimmen müssen. In kleineren Städten liegt die erforderliche Zustimmung bei bis zu 20 Prozent. Sollte das Votum in einer Stadt negativ ausfallen, wird diese aus der Bewerbung ausgeschlossen. In diesem Fall sind alternative Konzepte für Sportstätten vorgesehen.
Öffentliche Meinung zur Olympia-Bewerbung
Das Konzept für die Bewerbung setzt auf bereits vorhandene Sportstätten und plant, Neubauten zu vermeiden. In Köln, das als „Leading City“ fungiert, sind ein temporäres Leichtathletikstadion sowie ein Athletendorf vorgesehen. Der Ministerpräsident hat die Spiele als „spektakulär, kompakt und nachhaltig“ beschrieben und einen Zuschauerrekord von 14 Millionen Tickets in Aussicht gestellt.
Weitere Bewerbungen und Entscheidungsprozess
Ein positives Votum der Bürger stellt jedoch noch keine endgültige Entscheidung für die Olympischen Spiele in Nordrhein-Westfalen dar. Parallel bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin. München hat bereits eine Zwei-Drittel-Mehrheit bei seinem Bürgerentscheid erzielt, während Hamburg am 31. Mai abstimmen wird. Berlin hingegen verzichtet auf ein Referendum und lässt das Abgeordnetenhaus entscheiden.
Der Deutsche Olympische Sportbund wird am 26. September über den deutschen Bewerber entscheiden. Bis Anfang Juni haben die Städte die Möglichkeit, ihre Konzepte zu überarbeiten. Das Internationale Olympische Komitee wird voraussichtlich frühestens 2027 über den Austragungsort entscheiden.
Bildquelle: Alejandro Sanclemente auf Unsplash








