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Orban gratuliert Magyar zum Sieg: Opposition in Ungarn feiert Sieg – Zweidrittelmehrheit möglich

Peter Magyars proeuropäische Partei Tisza führt bei den Parlamentswahlen in Ungarn deutlich. Der Wahlausgang könnte einen Regierungswechsel und eine angestrebte Zweidrittelmehrheit zur Folge haben.

Orban gratuliert Magyar zum Sieg: Opposition in Ungarn feiert Sieg - Zweidrittelmehrheit möglich
Révész Gábor via Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Ungarn steht vor einem bedeutenden politischen Umbruch, da der amtierende Ministerpräsident Viktor Orban nach 16 Jahren möglicherweise abgewählt wird. Bei der Parlamentswahl am Sonntag hat die proeuropäische Tisza-Partei unter der Führung von Peter Magyar, nach Auszählung von über der Hälfte der Stimmen, laut Angaben der Wahlkommission 136 Sitze im 199-köpfigen Parlament gewonnen. Dies könnte ausreichen, um eine angestrebte Zweidrittelmehrheit zu erreichen, die für einen echten Politikwechsel erforderlich ist.

Peter Magyar, der Oppositionsführer, gab bekannt, dass Viktor Orban ihn telefonisch kontaktiert und ihm zum Wahlsieg gratuliert hat. Diese Wahl hat nicht nur für Ungarn, sondern auch für die Europäische Union eine große Bedeutung, da Orban in der Vergangenheit häufig gegen Entscheidungen aus Brüssel opponiert hat.

Aktueller Stand der Parlamentswahl 2026

Die laufende Auszählung zeigt, dass die Tisza-Partei mit 136 Mandaten deutlich vor der Fidesz-KDNP, die nur 56 Sitze erhält, liegt. Der Zwischenstand der Stimmenauszählung beträgt 53,45 Prozent, Stand: 12. April 2026, 21:20 Uhr (MESZ).

  • Tisza-Partei: 136 Mandate
  • Fidesz-KDNP: 56 Mandate

Die Niederlage von Viktor Orban könnte weitreichende Folgen für die ungarische Politik haben. Magyar hat bereits angekündigt, die Westbindung Ungarns wiederherzustellen, was auf eine mögliche Neuausrichtung der ungarischen Außenpolitik hinweist.

„Wir werden die Beziehungen zu unseren europäischen Partnern stärken“, sagte Magyar in einer ersten Stellungnahme nach der Wahl.

Die kommenden Tage werden entscheidend sein, um zu beobachten, ob die Tisza-Partei tatsächlich die angestrebte Mehrheit erreichen kann und wie sich die politische Landschaft in Ungarn entwickeln wird.

Bildquelle: Révész Gábor via Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Ronny Winkler