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Personalmangel in Berlins Jugendämtern: Über ein Zehntel der Stellen unbesetzt

Ende des vergangenen Jahres waren in den Berliner Jugendämtern 421 von insgesamt 4.180 Vollzeitstellen unbesetzt, was einem Anteil von annähernd 10 Prozent entspricht.

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Allan Feitor auf Pexels

In den Jugendämtern Berlins ist die Personalsituation angespannt, was sich nachteilig auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden auswirkt. Dies geht aus einer Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf eine Anfrage der SPD hervor.

Besetzungsquoten zeigen regionale Unterschiede

Ende des vergangenen Jahres waren in den Berliner Jugendämtern 421 von insgesamt 4.180 Vollzeitstellen unbesetzt, was einem Anteil von annähernd 10 Prozent entspricht. Allerdings variiert die Situation stark je nach Bezirk. Während im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg nur 1,5 Prozent der Stellen vakant waren, lag die Quote in Steglitz-Zehlendorf bei fast 17 Prozent.

Fachkräfte sehen sich steigenden Fallzahlen gegenüber

Die Arbeitsbelastung der Fachkräfte spiegelt sich auch in den Fallzahlen wider, die sie betreuen müssen. Im regionalen sozialpädagogischen Dienst kommt eine Fachkraft durchschnittlich für etwa 30 Fälle pro Monat auf. In einigen Bezirken, wie Pankow, liegt die Zahl sogar über 35, während in Mitte und Steglitz-Zehlendorf rund 33 Fälle pro Mitarbeitenden zu bewältigen sind. Zur Orientierung wird empfohlen, dass eine Fachkraft idealerweise nicht mehr als 27 Fälle bearbeitet.

Wachsende Zahl an Überlastungsanzeigen

Die zunehmen Arbeitsbelastung führt dazu, dass die Anzahl der Überlastungsanzeigen in den Jugendämtern kontinuierlich steigt. In den ersten neun Monaten des Jahres 2026 wurden bereits 176 solcher Anzeigen registriert, was die Gesamtzahl von 154 im gesamten Jahr 2025 bereits übertrifft. Diese Anzeigen werden von Beschäftigten eingereicht, die ihre Aufgaben aufgrund von Personalmangel oder einer übermäßigen Anzahl an Fällen nicht mehr bewältigen können.

Regionale Unterschiede bei Überlastungsanzeigen

Die Verteilung der Überlastungsanzeigen weist ebenfalls regionale Unterschiede auf. Im Bezirk Steglitz-Zehlendorf wurden in diesem Jahr bislang lediglich zwei Anzeigen verzeichnet, während der Bezirk Mitte mit 53 Anzeigen an der Spitze steht.

Vielfältige Aufgaben der Jugendämter

Die Jugendämter in Berlin nehmen eine Vielzahl von Aufgaben wahr, die darauf abzielen, junge Menschen und Familien zu unterstützen. Dazu zählen unter anderem Hilfen rund um die Geburt, die Betreuung in Kindertagesstätten sowie die Gewährung finanzieller Leistungen wie Unterhaltsvorschuss oder Elterngeld. Außerdem sind sie in Krisensituationen, wie bei Gewalt gegen Kinder oder Vernachlässigung, gefordert. In den Bezirken fungieren Familienservicebüros als zentrale Anlaufstellen für die Bürger.


Quellen: rbb24, tagesschau

Bildquelle: Allan Feitor auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS