Phil Murphy, ehemaliger US-Botschafter, plant, als Investor bei Hertha BSC einzusteigen und die Klub-Anteile zu kaufen, um den Zweitligisten für die Bundesliga fit zu machen. Er ist ein großer Fan des Vereins und hat während seiner Amtszeit oft Spiele besucht.
Phil Murphy: Der Ex-Botschafter mit Ambitionen als Investor bei Hertha

Berlin – Der ehemalige US-Botschafter Phil Murphy, 68 Jahre alt, zeigt Interesse daran, sich als Investor bei Hertha BSC zu engagieren. Sein Ziel ist es, Anteile am Verein zu erwerben und den Zweitligisten auf den Weg zurück in die Bundesliga zu bringen. Doch wie ernsthaft ist Murphys Vorhaben? Ist er lediglich ein Geschäftsmann oder tatsächlich ein Fan des Klubs? Ein Berliner, der über Murphy Bescheid weiß, äußert sich dazu.
Reinhard von Bronewski, 78 Jahre alt, arbeitete über ein Jahrzehnt als Polizist in Berlin und hatte enge Kontakte zu den US-Alliierten. Auch nach seiner Pensionierung pflegte er den Kontakt zu amerikanischen Freunden. „Meine Frau Gela und ich erhielten damals eine persönliche Einladung von Phil Murphy in die US-Botschaft“, erzählt von Bronewski. Dies war der Beginn einer langanhaltenden Freundschaft.
Murphys Verbundenheit mit Berlin
„Man spürte sofort, dass er Berlin mag und sich mit den Berlinern verbunden fühlt“, erinnert sich von Bronewski. „Er ist ein sehr bodenständiger und zugänglicher Mensch. Er zeigte mir auch Fotos seiner Kinder im Hertha-Trikot. Da konnte ich erst mal nicht mitreden.“ Während von Bronewski selbst kein großer Fußballfan ist, war Murphy während seiner Zeit als Botschafter von 2009 bis 2013 häufig im Olympiastadion anzutreffen. „Er sprach oft davon, wie er mit seiner Frau und den Kindern Spiele von Hertha besuchte. Seine Begeisterung für den Klub war deutlich spürbar.“
Die von Bronewskis waren mindestens einmal im Jahr bei Murphy zu Besuch und wurden auch zu seinen Gartenfesten anlässlich des US-Unabhängigkeitstags eingeladen. Von Bronewski zeigt sich nicht überrascht über Murphys Bestrebungen, bei Hertha einzusteigen. „Es wäre großartig, wenn er Berlin unterstützen würde. Solche Menschen wie ihn haben die West-Berliner einst geschätzt, und so entstand die besondere Freundschaft zwischen uns und den Amerikanern.“
Quellen: B.Z., Berliner Zeitung, t-online
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