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Linker Politiker plötzlich tot

Er galt als Paradelinker seiner Partei, war umstritten und geachtet. Er starb überraschend.

Foto: Depositphotos

Er galt als Paradelinker seiner Partei, war umstritten und geachtet. Er starb überraschend.

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Caspar Einem im Alter von 73 Jahren gestorben

Caspar Einem wurde am 6. Mai 1948 in Salzburg geboren und war ein österreichischer Politiker der SPÖ.

Er war von 1995 bis 1997 Innenminister, danach bis 2000 Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr der Republik Österreich.

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„Einem, der eigentlich einem bürgerlichen Haushalt entstammte, galt in der SPÖ lange als Paradelinker. Erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde er als Staatssekretär unter anderem für Beamtenagenden im Jahr 1994“, schreibt der „ORF“.

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„Einem galt stets als Intellektueller mit einer Weltanschauung, die meist links vom SPÖ-Mainstream lag. Bekannt war er für seinen oft schief gelegten Kopf“, berichtet „Der Standard“.

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Biografie

Caspar Einem entstammt dem Geschlecht derer von Einem und war der Sohn des Komponisten Gottfried von Einem sowie dessen Frau Lianne, geb. von Bismarck. Nach dem Abitur in Wien und Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften in Wien 1971 arbeitete er von 1972 bis 1977 in Wien und Salzburg als Bewährungshelfer, absolvierte 1979 das Rechtspraktikum, war anschließend bis 1991 Angestellter der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien und danach im österreichischen Mineralölkonzern OMV tätig, wo er zuletzt, vor seinem Einstieg in die Bundespolitik, für den Geschäftsbereich Gas verantwortlich zeichnete.

Zuletzt war Einem Präsident des Österreichischen Instituts für Internationale Politik, Vizepräsident des Europäischen Forums Alpbach und Vizepräsident des Kuratoriums des Instituts für Höhere Studien. Von September 2017 bis zu seinem Tod war er überdies Aufsichtsratsvorsitzender der Gebrüder Weiss Holding AG.

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Politische Karriere

Mit Bildung der Bundesregierung Vranitzky IV, einer Koalition von SPÖ und ÖVP, im November 1994 wurde Einem zunächst Staatssekretär im Bundeskanzleramt bei Bundeskanzler Franz Vranitzky und war dort unter anderem für den öffentlichen Dienst zuständig. Ab April 1995 und in der Bundesregierung Vranitzky V (SPÖ/ÖVP) noch bis Jänner 1997 war er Bundesminister für Inneres, anschließend in der Bundesregierung Klima (SPÖ/ÖVP) bis Februar 2000 Bundesminister für Wissenschaft und Verkehr. Nach der Nationalratswahl 1999 und der Bildung einer FPÖ-ÖVP-Koalitionsregierung (Bundesregierung Schüssel I) gehörte Einem von 2000 bis 2007 als Abgeordneter dem Nationalrat an, wo er Europasprecher der SPÖ und zuletzt Vorsitzender des außenpolitischen Ausschusses war.

Mit Mai 2001 wurde er auch stellvertretender Klubobmann der sozialdemokratischen Fraktion im Nationalrat. Einem legte mit 31. Oktober 2007 sein Abgeordnetenmandat im Nationalrat zurück und erklärte, dass er sich aus allen politischen Funktionen zurückziehen werde.

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Caspar Einem war Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher, ehemaliger Präsident des Europäischen Zentralverbands der öffentlichen Wirtschaft (CEEP), der österreichisch-slowenischen Gesellschaft und bis November 2007 des Verbandes der Öffentlichen Wirtschaft und Gemeinwirtschaft Österreichs (VÖWG). In seiner Zeit als Präsident des Bundes sozialdemokratischer AkademikerInnen (BSA) von 2002 bis 2008 gab er die in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes durchgeführte wissenschaftliche Erforschung und Aufarbeitung der „braunen Flecken“, also der Mitgliedschaft von (ehemaligen) Nationalsozialisten im BSA nach 1945, in Auftrag.

Caspar Einem war verwitwet und hatte einen Sohn.

<blockquote class=“twitter-tweet“><p lang=“de“ dir=“ltr“>Bundesminister aD Caspar Einem diente der Republik Österreich in einer besonders herausfordernden Zeit als Innenminister. Ich durfte im Rahmen eines persönlichen Gesprächs im letzten Jahr seine umfassenden Erfahrungen &amp; Kenntnisse zur Sicherheitspolitik kennen &amp; schätzen lernen.</p>&mdash; Karl Nehammer (@karlnehammer) <a href=“https://twitter.com/karlnehammer/status/1436061601300426752?ref_src=twsrc%5Etfw“>September 9, 2021</a></blockquote> <script async src=“https://platform.twitter.com/widgets.js“ charset=“utf-8″></script>

nf24