Ein Polizeieinsatz mit tödlichen Folgen. In einer Bochumer Wohnsiedlung spielten sich dramatische Szenen ab. Ein Polizist richtete seine Waffe auf offener Straße auf einen Mann (74) und schoss drei Mal.
Polizist erschießt Rentner (74) – Notwehr oder Todschlag?

Ein Polizeieinsatz mit tödlichen Folgen. In einer Bochumer Wohnsiedlung spielten sich dramatische Szenen ab. Ein Polizist richtete seine Waffe auf offener Straße auf einen Mann (74) und schoss drei Mal.
Bei dem Mann handelte es sich um einen 74 jährigen Rentner. Der letzte Schuss des Polizisten ging mitten ins Herz und ließ ihn tödlich verunglücken. Seit vergangenen Mittwoch muss sich der Polizist nun wegen Totschlags in Bochum vor Gericht verantworten.
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Ein Nachbar hatte das Opfer wegen zu lauter Musik angezeigt. Für die Bochumer Polizei, innerhalb von 24 Stunden an derselben Adresse, der vierte Einsatz am Abend des 16. Dezember 2018.
Zum Prozessauftakt sprach der Angeklagte von Notwehr: „Ich hatte Angst, wollte da einfach nur noch weg.“ Der 74 Jährige soll im Rahmen des Polizeieinsatzes wegen Ruhestörung an den Hosenbund des Polizisten gefasst haben. „Ich habe einen Griff gesehen und zuerst an ein Messer geglaubt“, erklärte der Beamte. Nach mehrfacher Aufforderung, es sein zu lassen, habe der Rentner geantwortet: „Wieso Messer? Das ist eine Knarre.“ (BILD)
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Wenig später soll der 74-Jährige eine Pistole hervorgeholt und direkt auf den Polizisten gerichtet haben. Das es sich dabei nur um eine Waffenertrappe und damit nur um ein Feuerzeug handelte, soll der Polizist nicht erkannt haben. „Ich habe direkt in den Lauf der Pistole geguckt“, äußerte er sich gegenüber den Richtern. Dann habe er geschossen. „Ich wollte einfach nur, dass der mich nicht erschießt.“ (BILD)
Direkt hintereinander folgten drei Schüsse. Nach dem dritten Schuss, sei der Rentner zusammengebrochen. „Ich war erschrocken, dass die Situation so eskaliert ist – von null auf hundert.“
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„Mein Mandant hat mir gesagt, dass kein Tag vergangen ist, an dem er nicht überlegt hat, ob er etwas anders hätte machen müssen“, so Verteidiger Michael Emde. „Aber er ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es selbstverständlich ein Trauerspiel ist, das er aber in der damaligen Situation nicht vermeiden konnte.“ (BILD)
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Bei der Polizei ist das Strafverfahren auf großes Unverständnis gestoßen. „Wenn mein Mandant verurteilt wird, werden andere Beamte möglicherweise den Dienst quittieren, weil sie dann nicht mehr wissen, wie sie sich in so einer Situation verhalten sollen“, ergänzte der Verteidiger.
Die Ehefrau und Kinder des Opfers, haben sich dem Prozess als Nebenkläger angeschlossen und hoffen vor allem auf Aufklärung, um die Sache verarbeiten zu können.
Die Staatsanwaltschaft lehnte die Anklageerhebung gegen den 37-jährigen Polizisten ursprünglich ab. Aufgrund der Beschwerden der Hinterbliebenen wurde die Anklageerhebung schließlich vom Oberlandesgericht Hamm angeordnet worden. Für den Prozess sind zunächst noch vier weitere Verhandlungstage bis zum 9. Juni angesetzt.
Quelle: BILD








