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Probleme bei der Auszählung des Olympia-Ratsbürgerentscheids in Köln

Die Stadt Köln hat Probleme bei der Auszählung der Stimmen für den Olympia-Ratsbürgerentscheid eingeräumt, da die hohe Wahlbeteiligung von über 39 Prozent und die fehlenden Messehallen für Verzögerungen sorgten. Die Auszählung fand im Berufskolleg statt, was zu längeren Wartezeiten und Kritik füh…

Olympia in Köln und NRW: Stadt räumt Probleme bei Abstimmung ein
Glomex

In Köln wurden die Stimmen für den Ratsbürgerentscheid zur Olympia-Bewerbung bis spät in die Nacht ausgezählt. Die Stadtverwaltung hat Schwierigkeiten bei der Auszählung eingeräumt, die durch eine unerwartet hohe Wahlbeteiligung von über 39 Prozent verursacht wurden. Ein Sprecher der Stadt erklärte, dass dieser erfreuliche Umstand gleichzeitig zu einem langen Einsatz für die Helfer geführt habe.

Ein weiteres Hindernis stellte die Fitnessmesse Fibo dar, die die üblichen Messehallen für die Auszählung blockierte. Daher musste die Stadt auf das Berufskolleg an der Eitorfer Straße in Köln-Deutz ausweichen, das als größter verfügbarer Standort diente. Diese Umstellung führte zu zusätzlichen Herausforderungen.

Auszählung und Kritik an der Abstimmung

Die Stadt setzte die Anzahl der Stimmbezirke auf 132 fest, was zu einem höheren Aufkommen an Stimmzetteln pro Bezirk führte. Dies verlängerte den Auszählungsprozess erheblich, was zu massiver Kritik führte. Die Stadt versuchte, am Abend zusätzliche Unterstützung zu organisieren, während gleichzeitig die Kosten für die Durchführung der Abstimmung im Blick behalten werden sollten.

Im Vergleich zu anderen Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen war die Wahlbeteiligung in Köln deutlich höher. Bei der Oberbürgermeister-Stichwahl 2020 lag die Beteiligung beispielsweise bei 36 Prozent. Die Auszählung dieser Wahl verlief trotz der Corona-Einschränkungen schneller als die des aktuellen Ratsbürgerentscheids.

Ergebnisse und Reaktionen

Die endgültigen Ergebnisse wurden erst um kurz nach 3 Uhr nachts bekannt gegeben. Andrea Blome, die Stadtdirektorin und Abstimmungsleiterin, betonte die Wichtigkeit einer fehlerfreien Auszählung. Sie kündigte an, den Abend umfassend aufzuarbeiten, um Erkenntnisse für zukünftige Bürgerentscheide zu gewinnen.

Insgesamt stimmten 17 Kommunen in Nordrhein-Westfalen über eine Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 ab. 66 Prozent der Wähler sprachen sich für eine Ausrichtung aus, wobei nur in Herten eine Bewerbung abgelehnt wurde, da die erforderliche Wahlbeteiligung nicht erreicht wurde.

Kölns Zustimmung und weitere Schritte

Köln erzielte mit 57 Prozent die niedrigste Zustimmung unter den Städten. Oberbürgermeister Torsten Burmester äußerte, dass die intensivere Debatte in Köln aufgrund der höheren Betroffenheit verständlich sei. Er sprach von einem breiten Rückhalt und kündigte an, in den kommenden Wochen auch die Kritiker von der Bewerbung überzeugen zu wollen.

Die Stadt plant, gemeinsam mit den Verantwortlichen der NRW-Staatskanzlei das weitere Vorgehen zu besprechen. In den nächsten Tagen sollen neue Termine festgelegt werden. Der Deutsche Olympische Sportbund wird am 26. September entscheiden, welche deutsche Bewerbung an das IOC weitergeleitet wird.

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Bildquelle: Glomex

Ronny Winkler