Die Mai-Steuerschätzung senkt die Einnahmeprognose der Gewerbesteuer für Dresden 2026 um rund 33 Millionen Euro, was das Liquiditätsdefizit bis Ende 2031 um etwa 180 Millionen Euro verschärft.
Prognose zur Steuereinnahme verschärft Haushaltslage Dresdens

Die jüngste Einschätzung des Bundesarbeitskreises Steuerschätzungen zur Entwicklung der Steuereinnahmen hat die bereits angespannte Haushaltslage der Landeshauptstadt Dresden weiter verschärft. Die Experten haben die Prognose für die Gewerbesteuereinnahmen im Jahr 2026 im Vergleich zu 2025 von einem Anstieg um 3,5 Prozent (Oktober-Steuerschätzung 2025) auf einen Rückgang von 3,3 Prozent (aktuelle Schätzung) angepasst. Dies führt zu einem Rückgang der Einnahmeerwartungen aus dieser Steuer um etwa 33 Millionen Euro für Dresden.
Die Gewerbesteuer stellt für die Stadt eine bedeutende eigenständige Einnahmequelle dar und ist entscheidend für die Finanzierung wesentlicher Investitionen in die städtische Infrastruktur, Bildungseinrichtungen sowie das vielfältige Kulturangebot.
Den Angaben des Bundesarbeitskreises zufolge bleiben die Wachstumsraten ab 2027 im Vergleich zur Herbst-Steuerschätzung 2025 nahezu konstant, basieren jedoch auf dem deutlich reduzierten Absolutwert von 2026. Bis zum Ende des aktuellen Finanzplanzeitraums 2031 wird ein weiterer Einnahmerückgang aus der Gewerbesteuer von 238 Millionen Euro im Vergleich zu den bisherigen Planungen erwartet. Zudem sind auch bei den Zuweisungen des Freistaates Sachsen an die Kommunen erhebliche Rückgänge zu erwarten, deren genaue Auswirkungen jedoch erst nach der endgültigen Regionalisierung abgeschätzt werden können. Unter Berücksichtigung der Effekte der Steuerschätzungen auf den Finanzausgleich wird sich das Liquiditätsdefizit der Landeshauptstadt Dresden bis Ende 2031 um etwa 180 Millionen Euro auf insgesamt 310 Millionen Euro erhöhen.
Quellen: dresden
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