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ProSieben löscht ‚Jerks‘ aus Mediathek: Ulmens Kontroversen im Mittelpunkt

ProSieben entfernt die Serie „Jerks“ aus der Mediathek, nachdem Collien Fernandes schwerwiegende Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat. Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca hat Vorermittlungen eingeleitet.

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„Jerks“ nicht mehr abrufbar: ProSieben löscht Christian Ulmen
Von Siebbi - Christian Ulmen, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10994372

München (Bayern) – Nach schweren Vorwürfen von Collien Fernandes (44) gegen ihren Ex-Ehemann Christian Ulmen (50) hat ProSieben nun Maßnahmen ergriffen. Der Sender hat die Serie „Jerks“ aus der Joyn-Mediathek entfernt. ProSieben-Sprecher Christoph Körfer erklärte: „Aufgrund der aktuellen Situation hat Joyn am Donnerstag die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnete Serie ‚Jerks‘, in der Collien Fernandes und Christian Ulmen ein geschiedenes Ehepaar spielen, offline genommen.“

Die Serie „Jerks“ (dt. „Arschlöcher“, „Idioten“) war über fünf Staffeln hinweg als eine der provokantesten deutschen Comedyserien bekannt. Ihr Konzept war eine Mischung aus improvisierten und geskripteten Elementen, die oft in unangenehme und grenzüberschreitende Situationen führten. Christian Ulmen und Fahri Yardım (45) spielten überzeichnete Versionen ihrer selbst und sorgten für zahlreiche geschmacklose Witze. Ulmen war nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Regisseur für die Show verantwortlich.

Diskussionen bei ProSieben über den Umgang mit der Serie

Wie aus internen Informationen hervorgeht, entbrannten bei den Verantwortlichen von ProSieben in Unterföhring hitzige Diskussionen über den Umgang mit der von Ulmen produzierten Serie, insbesondere aufgrund der zahlreichen sexualisierten Inhalte. Die Entscheidung zur Entfernung fiel am Donnerstag, nachdem Fernandes im „Spiegel“ öffentlich über ihre traumatischen Erfahrungen berichtete. Sie gab an, dass ihr früherer Ehemann sie über Jahre hinweg belogen habe. Die Staatsanwaltschaft auf Mallorca hat bereits Vorermittlungen eingeleitet, wie auf Anfrage bestätigt wurde.

Vorwürfe gegen Christian Ulmen

Fernandes beschuldigt Ulmen, über Jahre hinweg Fake-Profile erstellt zu haben, um Männer zu kontaktieren. Es kam zu Sex-Chats und Telefonsex, angeblich in ihrem Namen. Zudem kursieren im Internet pornografische Bilder und Videos von Frauen, die ihr ähnlich sehen, teilweise sogar KI-generiert. Diese Vorwürfe betreffen ihren Ehemann, mit dem sie seit 2011 verheiratet ist und eine gemeinsame Tochter (13) hat.

Die Serie „Jerks“ ist auch auf Prime Video von Amazon nicht mehr verfügbar.

Ulmen äußert sich nicht zu den Vorwürfen

Christian Ulmen selbst hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sein Medienanwalt bezeichnet die Berichterstattung des „Spiegel“ als unzulässig: „Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den ‚Spiegel‘ rechtliche Schritte einzuleiten.“ Er betont, dass weiterhin „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung“ verbreitet würden.

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Bildquelle: Von Siebbi – Christian Ulmen, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10994372

TS