Im dritten Quartal sank der währungsbereinigte Umsatz von Puma um sechs Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, wie aktuelle Unternehmensmitteilungen belegen.
Puma: Rückgang der finanzielle Performance erfordert Überprüfung der Investitionspläne

Der fränkische Sportartikelhersteller Puma ist mit einem deutlichen Rückgang des Kaufinteresses in Europa und Nordamerika konfrontiert, was in einem signifikanten Umsatzverlust resultiert. Vorstandschef Arthur Höld bezeichnet das aktuelle Jahr als “Übergangsjahr” und bleibt von den finanziellen Ergebnissen unbeeindruckt.
Finanzielle Einbußen und Verluste im Betrieb
Im dritten Quartal sank der währungsbereinigte Umsatz von Puma um sechs Prozent auf 1,78 Milliarden Euro, wie aktuelle Unternehmensmitteilungen belegen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen operativen Gewinn von 16,2 Millionen Euro erzielt, sieht sich nun jedoch mit einem Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 11,4 Millionen Euro konfrontiert. Der Nettoverlust betrug 54,9 Millionen Euro, im Vorjahr lag dieser bei 62,4 Millionen Euro. In den Märkten Europa und Nordamerika zeigte sich die Nachfrage schwächer als erhofft.
Erwartungen und geplante Investitionsreduktionen
Puma hat seine Prognosen für das Gesamtjahr angepasst und erwartet nun ein Ebit zwischen 80 und 130 Millionen Euro, nachdem zuvor ein Verlust von 50 bis 150 Millionen Euro prognostiziert wurde. Zudem plant das Unternehmen, die Investitionen aufgrund der schwierigen Marktbedingungen auf unter 150 Millionen Euro zu senken, nachdem ursprünglich 200 Millionen Euro eingeplant waren. Die Schätzung für den währungsbereinigten Umsatz bleibt unverändert, mit einem Rückgang im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
Strategische Entwicklungen und Partnerschaften
Im Oktober erhöhte der chinesische Sportartikelhersteller Anta Sports seine Beteiligung an Puma auf 29,1 Prozent und stellt nun den Aufsichtsratsvorsitzenden. Höld sieht dies als Bestätigung der Unternehmensstrategie und des Managementteams. Allerdings hat dieser Schritt bei den Großhändlern in China Unmut ausgelöst, da Anta auf einen Direktvertrieb über eigene Geschäfte und Online-Plattformen setzt. Dies hat zu einer verhaltenen Nachfrage von Handelspartnern geführt.
Marktwettbewerb und Positionierung
Die Herausforderungen für Puma sind im Kontext eines intensiveren Wettbewerbs zu betrachten. Der Wettbewerber Adidas hatte am Vortag Rekordzahlen veröffentlicht, mit einem Umsatzanstieg von neun Prozent auf 7,3 Milliarden Euro im dritten Quartal. Das Betriebsergebnis von Adidas verbesserte sich um mehr als ein Drittel auf eine Milliarde Euro, während die Marge um 2,8 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent stieg. Im Vergleich dazu verzeichnete Puma im letzten Jahr bereits einen Umsatzrückgang von acht Prozent auf etwa 7,3 Milliarden Euro, während Adidas währungsbereinigt um zehn Prozent auf 24,8 Milliarden Euro zulegte. Auch andere Wettbewerber wie Lululemon und Skechers konnten in den letzten Jahren Marktanteile gewinnen, wodurch Puma seine Position unter den größten Herstellern weiter geschwächt hat.
Quellen: n-tv, Handelsblatt
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








