Ein Rennpferd hat beim Grand National in Aintree triumphiert, musste jedoch aufgrund schwerer Verletzungen direkt nach dem Rennen eingeschläfert werden. Tierschützer kritisieren den Pferderennsport und fordern politische Konsequenzen.
Rennpferd gewinnt und muss eingeschläfert werden

Ein dramatisches Ereignis auf der Rennbahn: Das Pferd „Gold Dancer“ feierte beim Grand National-Rennen in Aintree einen Sieg, musste jedoch aufgrund schwerer Verletzungen unmittelbar nach dem Rennen eingeschläfert werden.
Der Wallach, geritten von Paul Townend, überquerte als Erster die Ziellinie, doch die Freude über den Triumph währte nur kurz. Bei der letzten Hürde zog sich das Tier derart schwere Verletzungen zu, dass es direkt an der Rennstrecke von seinem Leiden erlöst werden musste.
Dieses tragische Ereignis, das am Freitag stattfand, wirft erneut einen Schatten auf den Pferderennsport. Erst im vergangenen Monat verstarben beim umstrittenen Cheltenham Festival vier Pferde, was die Diskussion über die Sicherheit und das Wohl der Tiere anheizt.
Tierschutzorganisationen fordern Maßnahmen
Tierschutz-Aktivisten zeigen sich entsetzt und fordern von der Politik Konsequenzen. Die Organisation „League Against Cruel Sports“ hat einen Boykott des Aintree Festivals ins Spiel gebracht. In einer Stellungnahme heißt es: „Jahr für Jahr sehen wir, wie Pferde in Aintree für die Unterhaltung der Zuschauer und für schnelle Wetten sterben. Gold Dancer ist das jüngste Opfer dieses herzlosen Spektakels, das dem Wohl der Tiere widerspricht.“
Die Tierschützer werfen der britischen Aufsichtsbehörde für Pferderennen (AHA) vor, den Profit über das Wohl der Tiere zu stellen. James Given, Direktor für Pferdegesundheit bei der AHA, verteidigte jedoch die Abläufe. Er erklärte, dass der Jockey die Verletzung des Pferdes während des Rennens nicht hätte erkennen können und dass sein sofortiges Absteigen nach dem Ziel die angemessene Reaktion gewesen sei.
Die erschreckende Statistik verdeutlicht die Problematik: Seit dem Jahr 2000 haben allein beim Cheltenham Festival insgesamt 82 Pferde ihr Leben verloren.
Bildquelle: Bence Szemerey auf Pexels








