Das in Bayern ansässige Unternehmen Reverion hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Energiewende mit fortschrittlichen Kraftwerkstechnologien zu gestalten. Um diese Vorhaben zu unterstützen, hat das Startup beeindruckende 150 Millionen Euro an frischem Kapital eingeworben.
Reverion erhält 150 Millionen Euro zur Entwicklung des effizientesten Kraftwerks weltweit

Das in Bayern ansässige Unternehmen Reverion hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Energiewende mit fortschrittlichen Kraftwerkstechnologien zu gestalten. Um diese Vorhaben zu unterstützen, hat das Startup beeindruckende 150 Millionen Euro an frischem Kapital eingeworben.
Fortschrittliche Ansätze zur Energieumwandlung
Reverion, mit Hauptsitz in Eresing, verfolgt ein innovatives Konzept, das die Umwandlung von Strom in Gas und vice versa ermöglicht. Die Container-Kraftwerke des Unternehmens setzen auf Festoxid-Brennstoffzellen, die es ermöglichen, Gas elektrochemisch in Strom zu konvertieren, ohne dass es zu einer Verbrennung des Brennstoffs kommt. Diese Technologie eröffnet nicht nur die Möglichkeit der Stromerzeugung, sondern auch die Speicherung von Energie.
Flexibler Betrieb zur Energieproduktion
Im sogenannten reversiblen Betrieb können die Anlagen überschüssigen Strom nutzen, um in speicherbare Gase wie Wasserstoff oder Methan umzuwandeln. Damit ist eine flexible Reaktion auf die jeweiligen Bedürfnisse möglich: Die Anlage kann entweder Strom erzeugen oder Energie speichern, was die Effizienz und Anpassungsfähigkeit der Systeme steigert.
Expansion durch neuen Produktionsstandort
Mit den 150 Millionen Euro plant Reverion den Bau einer neuen Produktionsstätte in Deutschland. Diese sogenannte Megafactory soll eine totale jährliche Kapazität von 250 Megawatt erreichen, was einer Verzehnfachung der bisherigen Produktionsleistung entspricht. Am neuen Standort werden bis zu 800 Arbeitsplätze geschaffen.
Ambitionen für Wachstum und steigendes Marktinteresse
Felix Fischer, einer der Mitgründer von Reverion, äußerte den Wunsch, die Produktionskapazitäten zügig auszubauen. Er stellt fest, dass das Interesse an den Produkten enorm sei und viele Anwendungen in Aussicht stehen. Um dieser Nachfrage gerecht zu werden, ist jedoch eine umfassende finanzielle Unterstützung notwendig.
Hintergrund und Entstehung des Unternehmens
Die Gründung von Reverion resultiert aus der Zusammenarbeit von Felix Fischer und Stephan Herrmann an der Technischen Universität München. Während Herrmann an Brennstoffzellen forschte, widmete sich Fischer der Herstellung von Erdgas aus Holz- und Kunststoffabfällen. Diese Synergie führte zu einem bemerkenswerten Wirkungsgrad von 74,2 Prozent, was als bedeutender Fortschritt angesehen wird.
Erste Erfolge und Markteinführung
Derzeit betreibt Reverion bereits sieben Anlagen im Regelbetrieb, fokussiert auf den Bereich Biogas. Jede dieser Einheiten hat eine Kapazität von 500 Kilowatt. Biobauern nutzen diese Technologien zur Produktion von Biomethan für ihre Fahrzeuge, wodurch sie sich von Dieselpreisen unabhängig machen können. Zukünftig plant das Unternehmen, auch Multi-Megawatt-Anlagen zu entwickeln, um verschiedene Industrien zu bedienen.
Neue Geschäftsmöglichkeiten und laufende Pilotprojekte
Fischer sieht erhebliche Chancen in der Belieferung von Rechenzentren sowie der Chemieindustrie. Erste Pilotprojekte, unter anderem mit einem Chemieunternehmen in Burghausen, sind bereits in der Umsetzung. Fischer hebt hervor, dass die Chemieindustrie in der Region große Mengen an CO2 benötigt, um sich von fossilen Energieträgern zu lösen, was die Dimension der Herausforderung verdeutlicht.
Zukunftsperspektiven und Wachstumspotenzial
Um die ambitionierten Pläne zu realisieren, spielt die Megafactory eine zentrale Rolle. Reverion erwartet, dass die aktuelle Projektpipeline ein Umsatzpotenzial von über zwei Milliarden Dollar generieren könnte. Ob die Technologie tatsächlich einen Massenmarkt erreichen wird, bleibt abzuwarten. Fischer betont, dass das Unternehmen bestrebt ist, einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten und die Effizienz seiner Systeme unter Beweis zu stellen.
Quellen: Focus, Handelsblatt
Bildquelle: Bildquelle: Matthew Henry auf Unsplash
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








