Der Kölner Handelskonzern Rewe plant, die insolvente Supermarktkette Feneberg teilweise zu übernehmen, um deren Standorte und Arbeitsplätze zu sichern. Die Vereinbarung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gläubiger und der fusionskontrollrechtlichen Freigabe.
Rewe plant Übernahme der insolventen Supermarktkette Feneberg

Rewe möchte Feneberg im Allgäu unterstützen
Die Supermarktkette Feneberg hat Insolvenz angemeldet. Der Kölner Handelskonzern Rewe hat nun angekündigt, in die insolvente Kette einzusteigen, jedoch nur für einen Teil der Standorte und unter bestimmten Bedingungen. Zusammen mit der Investorengruppe LEH-Allgäu GmbH beabsichtigt Rewe, einen “wesentlichen Teil” der insgesamt 72 Feneberg-Standorte künftig unabhängig zu führen. Details zur genauen Aufteilung der Märkte zwischen den beiden Investoren wurden in der gemeinsamen Mitteilung nicht spezifiziert.
Insolvenzverfahren und Investorenvereinbarung
Die Feneberg Lebensmittel GmbH (FLM) mit Sitz in Kempten im Allgäu befindet sich seit dem 1. April 2026 in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Rewe, die Eigenverwaltung der FLM und die LEH-Allgäu GmbH haben eine Investorenvereinbarung unterzeichnet, die durch einen Insolvenzplan umgesetzt werden soll. Dieser Plan muss noch von den Gläubigern der FLM genehmigt werden. Der Gläubigerausschuss, der vom Gericht eingesetzt wurde, hat dem Vorhaben jedoch bereits zugestimmt. Zudem steht die Vereinbarung unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Fusionskontrollbehörden, was bedeutet, dass sie bis zur Entscheidung der zuständigen Stellen vorläufig bleibt.
Ziel der Übernahme und Auswirkungen auf die Mitarbeiter
Zu den Auswirkungen auf die Beschäftigten wurden nur allgemeine Informationen bereitgestellt. Für die Mitarbeiter der Märkte, die künftig von Rewe betrieben werden, ist vorgesehen, dass ihre bestehenden Arbeitsverträge unverändert bleiben. Gleiches gilt für die Märkte, die von der LEH-Allgäu GmbH geführt werden. Es wurde jedoch nicht mitgeteilt, wie viele Arbeitsplätze insgesamt betroffen sind und ob alle 72 Standorte erhalten bleiben.
Langfristige Perspektiven für die Region
Die Vereinbarung wird als wichtiger Schritt zur langfristigen Sicherung von Standorten, Arbeitsplätzen und der Nahversorgung in der Region betrachtet. Ziel ist es, das traditionsreiche Unternehmen zu erhalten und die Nahversorgung sowie die Arbeitsplätze im Allgäu und in Süddeutschland zu stärken. Peter Maly, Vorstand der Rewe, äußerte, dass mit der Unterzeichnung der Vereinbarung ein bedeutender Schritt für die langfristige Perspektive im Allgäu gemacht wurde. Die geplante Übernahme soll die Nahversorgung in der Region verbessern und den betroffenen Standorten neue Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Alexander Pade, geschäftsführender Gesellschafter der LEH-Allgäu GmbH, betonte, dass es sein Ziel sei, aus der aktuellen Herausforderung eine stabile und nachhaltige Perspektive für die Standorte zu schaffen.
Feneberg als wichtiger Akteur in der Region
Das Allgäu gilt als eine der bedeutendsten Handelsregionen in Süddeutschland, und Feneberg hat die Nahversorgung dort über viele Jahre geprägt. Die genossenschaftliche Rewe Group mit Hauptsitz in Köln erzielte im Jahr 2024 einen Gesamtaußenumsatz von über 96 Milliarden Euro und beschäftigt rund 380.000 Mitarbeiter in 21 europäischen Ländern.
Quellen: t-online, stern
Bildquelle: KI generiert








