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Rhein-Badeverbot in Köln: Drei Personen müssen mit 1.000 Euro Bußgeld rechnen

Das Kölner Ordnungsamt hat während verstärkter Kontrollen am Rhein drei Personen beim Baden erwischt. Ihnen droht nun ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro, um die Sicherheit im Gewässer zu gewährleisten.

Badeverbot im Rhein: Drei Menschen droht in Köln 1.000 Euro Strafe
KI-generiert

Köln

Die Stadt Köln hat das Badeverbot im Rhein durch verstärkte Kontrollen rigoros durchgesetzt. An einem heißen Pfingstwochenende wurden drei Personen beim Baden im Fluss erwischt, die nun mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro rechnen müssen.

Das Kölner Ordnungsamt hat über das Pfingstwochenende die Einhaltung des Badeverbots am Rhein intensiv überwacht. Laut einem Sprecher der Stadt wurden dabei positive Ergebnisse erzielt, jedoch auch drei Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Kontrollen fanden entlang einer Strecke von etwa 67 Kilometern zwischen Rodenkirchen und Hitdorf statt, wobei vier Teams des Ordnungsamts täglich im Einsatz waren.

Verstöße am Rheinpark und Alfred-Schütte-Allee

Am Abend des 24. Mai wurden zwei Personen im Rheinpark bis zur Hüfte im Wasser angetroffen, was zu einem Bußgeldverfahren führte. Ein weiterer Vorfall ereignete sich am 25. Mai im Bereich der Alfred-Schütte-Allee. Die Stadt hat klargestellt, dass das Baden im Rhein mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden kann.

Kontrollen auch bei Minderjährigen

Besondere Herausforderungen stellte das Ordnungsamt bei der Kontrolle von Minderjährigen dar. Am 24. Mai wurden im Bereich des Hitdorfer Fährwegs schwimmende Kinder entdeckt. In diesen Fällen wurden lediglich mündliche Verwarnungen ausgesprochen, sowohl gegenüber den Kindern als auch den anwesenden Erziehungsberechtigten, mit dem Hinweis auf mögliche Bußgelder bei zukünftigen Verstößen.

Hintergrund des Badeverbots

Das Badeverbot im Rhein wurde vom Kölner Stadtrat Anfang September 2025 beschlossen, nachdem es zu mehreren tödlichen Unfällen gekommen war. Das Verbot trat am 17. September in Kraft und wurde in einer achtmonatigen Übergangsphase zunächst nur mit Verwarnungen durchgesetzt. Das Pfingstwochenende stellte den ersten größeren Test der neuen Regelungen dar.

Regeln und Ausnahmen des Badeverbots

In Köln gilt bereits das „planmäßige Verweilen“ in mehr als knöcheltiefem Wasser als Baden. Am Rheinufer sind mittlerweile 60 mehrsprachige Warnschilder aufgestellt, die gut sichtbar sind. Ausnahmen vom Verbot bestehen für Aktivitäten wie Kanufahren, Rudern, Angeln sowie für behördliche Maßnahmen und genehmigte Veranstaltungen, wie beispielsweise Taufen im Rhein.

Die Stadt hat eingeräumt, dass eine lückenlose Kontrolle des langen Uferstreifens nicht möglich ist. Der Stadtsprecher betonte, dass das Ordnungsamt nicht immer und überall gleichzeitig präsent sein kann, jedoch jederzeit mit Kontrollen gerechnet werden muss. Ziel der Maßnahmen sei es, den Menschen die Gefahren des Rheins bewusst zu machen und zu verdeutlichen, dass das Baden im Rhein lebensgefährlich sein kann.

Alternative Bademöglichkeiten in Planung

Die Frage nach alternativen Bademöglichkeiten bleibt offen. Der Stadtrat hat die Verwaltung beauftragt, zu prüfen, ob weitere Badeseen im Stadtgebiet oder in erreichbarer Nähe geöffnet oder besser zugänglich gemacht werden können. Ein entsprechender Vorschlag steht jedoch noch aus.


Quellen: t-online

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler