Der Rheinpegel in Köln beträgt am 6. August 71 Zentimeter, was jedoch nicht der tatsächlichen Wassertiefe des Flusses entspricht. Der Artikel erläutert die Unterschiede zwischen Pegelstand und Wassertiefe sowie die Auswirkungen des Niedrigwassers.
Rheinpegel in Köln erreicht 71 Zentimeter – Bedeutung und Auswirkungen

Der Pegelstand des Rheins in Köln beträgt am Donnerstagmorgen (6. August) 71 Zentimeter. Dieser Wert gibt jedoch nicht die tatsächliche Wassertiefe des Flusses an. Der Pegelstand und die Wassertiefe sind zwei verschiedene Messgrößen. Die 71 Zentimeter beziehen sich auf den Abstand zwischen der Wasseroberfläche und dem sogenannten Pegelnullpunkt, der deutlich unterhalb des sichtbaren Wasserspiegels liegt.
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung weist darauf hin, dass der Pegelstand keine Auskunft über die örtliche Wassertiefe oder die Höhe des umliegenden Geländes gibt. Für die Schifffahrt ist die Tiefe der Fahrrinne entscheidend. Der sogenannte Gleichwertige Wasserstand am Kölner Pegel liegt bei 139 Zentimetern, was bedeutet, dass die Fahrrinne mindestens 2,50 Meter tief sein sollte. Bei einem Pegelstand von 71 Zentimetern liegt der Rhein 68 Zentimeter unter diesem Referenzwert.
Rechnerisch beträgt die Wassertiefe in der Kölner Fahrrinne bei einem Pegel von 71 Zentimetern etwa 1,82 Meter. In Ufernähe kann das Wasser jedoch deutlich flacher sein, und Ablagerungen sowie örtliche Untiefen können die tatsächlich verfügbare Tiefe beeinflussen.
Für die Schifffahrt hat der niedrige Pegelstand erhebliche Konsequenzen. Ein Schiff mit einem Tiefgang von 1,80 Metern könnte die rechnerische Wassertiefe von 1,82 Metern nicht vollständig nutzen. Der Tiefgang beschreibt den Abstand zwischen der Wasserlinie und dem tiefsten Punkt des Schiffsrumpfs. Zudem muss ein Sicherheitsabstand, der sogenannte Unterkielabstand, eingehalten werden, um zu verhindern, dass das Schiff bei Wellen oder Strömungen den Grund berührt.
Der erforderliche Sicherheitsabstand variiert je nach Schiff, Geschwindigkeit, Beladung und den Bedingungen auf dem jeweiligen Flussabschnitt. Daher liegt die tatsächlich nutzbare Abladetiefe unter der rechnerischen Fahrrinnentiefe von etwa 1,82 Metern. Der niedrige Pegel hat zur Folge, dass die Schiffe weniger Ladung aufnehmen müssen, um den Tiefgang zu reduzieren und ausreichend Wasser unter dem Kiel zu gewährleisten.
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Quellen: t-online, WDR
Bildquelle: KI generiert
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








