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Rheinpegel in Köln erreicht historischen Tiefstand – Schifffahrt betroffen

Der Rheinpegel in Köln hat mit 68 Zentimetern ein historisches Tief erreicht, was erhebliche Folgen für den Schiffsverkehr nach sich ziehen könnte. In den kommenden Tagen wird ein weiterer Negativrekord erwartet.

Rhein in Köln: Pegel fällt weiter deutlich
KI generiert

Rheinpegel in Köln sinkt weiter – Schifffahrt vor Herausforderungen

Der Wasserstand des Rheins in Köln hat ein neues Rekordtief erreicht. In den kommenden Tagen wird ein weiterer Rückgang des Pegels erwartet, was erhebliche Auswirkungen auf den Schiffsverkehr haben könnte.

Am Montagmorgen wurde der Pegel laut dem Elektronischen Wasserstraßen-Informationsservice (Elwis) mit 70 Zentimetern gemessen. Am Dienstagmorgen, dem 4. August, fiel der Wert auf 68 Zentimeter. Prognosen deuten darauf hin, dass der Pegel am Mittwoch auf etwa 64 bis 65 Zentimeter sinken könnte. Für Donnerstag wird ein Wert von nur noch 63 Zentimetern erwartet, was einen neuen historischen Tiefstand darstellen würde. Der bisherige Rekord lag bei 69 Zentimetern und wurde am vergangenen Wochenende unterboten.

Folgen für die Schifffahrt und Logistik

Die sinkenden Wasserstände haben direkte Auswirkungen auf die Schifffahrt. Frachtschiffe können aufgrund des geringeren Wasserstands weniger Ladung aufnehmen, da ein höheres Gewicht den Tiefgang erhöht. Dies zwingt Unternehmen dazu, ihre Güter auf mehrere Schiffe zu verteilen oder alternative Transportwege zu nutzen.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat angesichts der Situation eine nationale Taskforce gefordert. Diese soll Fachleute aus der Logistikbranche, Kommunen sowie Landes- und Bundesregierungen zusammenbringen, um schnell konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Mögliche Maßnahmen könnten zusätzliche Lagerkapazitäten in Häfen, eine Erhöhung der Kapazitäten auf der Schiene und eine Priorisierung wichtiger Transporte umfassen. Krischer verweist auf die positiven Erfahrungen, die bei der Bewältigung der Niedrigwasser-Situation im Jahr 2018 gemacht wurden.

Langfristige Lösungen und Ausbau der Fahrrinne

Krischer fordert zudem einen Ausbau der Fahrrinne des Rheins. Für einen bestimmten Abschnitt liegen bereits Planungen vor, jedoch fehlt es an finanziellen Mitteln des Bundes. Da der Rhein als Bundeswasserstraße gilt, obliegt die Verantwortung dem Bund. Eine verbesserte Fahrrinne könnte dazu beitragen, dass Schiffe auch bei niedrigem Wasserstand mehr Ladung transportieren können.

Die aktuellen Niedrigwasserstände haben auch Auswirkungen auf Veranstaltungen wie die Kölner Lichter, da die Bedingungen auf dem Rhein den beteiligten Schiffen Schwierigkeiten bereiten.

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Quellen: t-online, tagesschau, Der Spiegel

Bildquelle: KI generiert

Ronny Winkler