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Riad: Nach tödlichem Flughafen-Angriff ordnen USA Ausreise von Diplomaten an

„Die zunehmenden Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf zivile Ziele in Saudi-Arabien lassen uns keine andere Wahl“, erklärte Ministeriumssprecher Tommy Pigott zu der jüngsten Sicherheitsentscheidung Washingtons.

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Wegen Angriffen der Huthi: USA ziehen Botschaftsmitarbeiter aus Saudi-Arabien ab
Bildquelle: Ibrahim Abdullah auf Unsplash

„Die zunehmenden Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf zivile Ziele in Saudi-Arabien lassen uns keine andere Wahl“, erklärte Ministeriumssprecher Tommy Pigott zu der jüngsten Sicherheitsentscheidung Washingtons. Angesichts der akuten Gefährdungslage forderte das US-Außenministerium nicht zwingend benötigte Regierungsangestellte sowie deren Familienmitglieder auf, das Königreich unverzüglich zu verlassen. Laut Aussagen von vier US-Beamten gilt diese Ausreiseempfehlung für Angehörige des diplomatischen Dienstes überdies nicht nur für Riad, sondern auch für Vertretungen in weiteren Golfstaaten.

Tödlicher Beschuss auf saudi-arabische Drehkreuze

Unmittelbarer Auslöser für den Schritt ist eine verheerende Angriffsserie auf die zivile Infrastruktur des Landes. Nur wenige Stunden nachdem die US-Botschaft in Riad am Mittwoch eine dringende Sicherheitswarnung veröffentlicht hatte, attackierten Huthi-Kämpfer den Internationalen Flughafen König Fahd in Dammam im Osten Saudi-Arabiens. Nach Angaben der saudi-arabischen Luftfahrtbehörde forderte der Einschlag mindestens ein Menschenleben, während acht weitere Personen zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Zuvor war es den Streitkräften gelungen, eine auf die Hauptstadt Riad gerichtete ballistische Rakete abzufangen; dennoch kamen zwei Menschen durch herabfallende Drohnentrümmer ums Leben.

Die Attacken auf den Flugverkehr markieren einen neuen Höhepunkt der Bedrohung: Bereits am 10. Oktober waren bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad 13 Personen getötet und über 300 verletzt worden. Seit Beginn des laufenden Monats sieht sich Saudi-Arabien nahezu täglichen Wellen von Raketen und unbemannten Flugkörpern aus dem Jemen ausgesetzt.

Rückkehr nach kurzer Entspannung hinfällig

Für die US-Diplomatie bedeutet die Teilräumung einen herben Rückschlag. Nach Ausbruch des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar und darauffolgenden iranischen Attacken auf amerikanische Einrichtungen waren viele Mitarbeiter bereits im März abgezogen worden. Erst ab Ende August hatte Washington wieder Personal an den Golf entsandt. Nun öffnet sich mit der Eskalation im Jemen ein weiterer gefährlicher Schauplatz innerhalb des regionalen Großkonflikts.

Die Lage auf den Verkehrswegen der gesamten Golfregion spitzt sich parallel weiter zu:

  • Vorfälle im Persischen Golf: Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden gerieten im nördlichen Golf vier Schiffe nach Treffern in Brand, denen Teheran illegale Öltransfers vorwarf.
  • Minentreffer auf See: Drei weitere Fahrzeuge liefen westlich der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus auf Seeminen auf.
  • Warnung an Washington: Die Führung der Revolutionsgarden drohte dem US-Militär offen damit, dass fortgesetzte Provokationen Angriffe auf US-Stützpunkte in der gesamten Region nach sich ziehen könnten.

Die neuerliche Reduzierung der diplomatischen Präsenz unterstreicht, wie stark die Sicherheitsarchitektur am Persischen Golf wankt, während die Huthi-Miliz ihre Reichweite demonstriert und Teheran den militärischen Druck auf Washingtons Verbündete kontinuierlich erhöht.


Quellen: n-tv, Handelsblatt

Bildquelle: Bildquelle: Ibrahim Abdullah auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS