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RKI-Zahlen falsch?

Es sterben weniger Menschen als gemeldet. Davon ist ein Experte überzeugt. Wie kommt er zu dieser Aussage?

Foto: Depositphotos

Es sterben weniger Menschen als gemeldet. Davon ist ein Experte überzeugt. Wie kommt er zu dieser Aussage?

Die Corona-Zahlen sinken, die der Infizierten und der Toten, das ist erfreulich. Täglich verkündet das Robert-Koch-Institut die neuen Zahlen. Heute wurden 14.211 Corona-Neuinfektionen und 786 Todesfälle gemeldet.

Doch wie aktuell sind die Zahlen?

„Viele der extrem hohen Todeszahlen in den vergangenen Wochen sind Zahlen, die sich tatsächlich Ende November bis Anfang Dezember und vor allem während der Weihnachtsfeiertage ergeben haben. Mit mehr oder weniger großem Verzug landen diese Daten dann in offiziellen Berichten.“

„Das derzeitige Meldesystem muss dringend optimiert werden. Wir laufen sonst Gefahr, auf Dauer veraltete Sterbezahlen zu nutzen, die in keinem Verhältnis zur Gegenwart stehen. Sie sollten auf keinen Fall als Beleg für ein derzeit vorliegendes Risiko verwendet werden“, sagt Prof. Dr. Bertram Häussler, vom IGES-Institut.

Dr. Häussler erläuterte der „BILD am Sonntag“: „Wir schätzen, dass derzeit täglich rund 400 infizierte Menschen an Corona sterben. Der Höhepunkt der Todesfälle wurde kurz nach Weihnachten erreicht.“

Todesfallzahlen sinken bereits

„Aktuell zeigen die Todesfallzahlen ein übertriebenes Bild der Situation. Dabei sinkt die Zahl der Verstorbenen derzeit stark. So wurden etwa am 19. Januar, dem Tag des Bund-Länder-Treffens zur Corona-Krise 989 Todesfälle gemeldet. „In etwa drei Wochen werden wir feststellen, dass diese Zahl für den 19. Januar nur etwa halb so hoch sein wird.“

Dr. Häussler empfiehlt: „Demnach beträgt bei Verstorbenen die Zeitspanne zwischen positivem Laborbefund und der Übermittlung der Information über den Todesfall rund drei Wochen. Davon entfällt etwa eine Woche auf administrative Abläufe sowie weitere zwei Wochen auf die durchschnittliche Dauer der Corona-Erkrankung im Todesfall. Um schneller aussagekräftige Daten über das derzeitige Infektionsgeschehen zu erhalten, schlagen die Autoren ein Fast-Track-Meldesystem vor.“

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Quelle: IGES

nf24