Der Rotweinwanderweg bietet Wanderern eine eindrucksvolle 36 Kilometer lange Strecke durch die malerische Ahrlandschaft. Besonders im Frühling laden zahlreiche Stände entlang des Weges zu regionalen Genüssen und Weinverkostungen ein.
Rotweinwandern in der Kölner Region: Natur und Genuss vereint

Der Rotweinwanderweg erstreckt sich über 36 Kilometer entlang der Ahr und bietet sowohl im Frühling als auch zu anderen Jahreszeiten eine gelungene Kombination aus Bewegung und Genuss.
Die Route des Rotweinwanderwegs wird im Frühling von frischem Grün, ersten Blüten und weitreichenden Ausblicken auf die Hügellandschaft geprägt. Der Startpunkt in Bad Bodendorf ist von Köln aus in weniger als einer Stunde zu erreichen und eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug während der Osterferien.
In der Frühlingszeit verwandelt sich der Weg in ein besonderes Genuss-Erlebnis: Vom 25. April bis 25. Mai 2026 laden entlang eines etwa 15 Kilometer langen Abschnitts sowie in den Weinorten Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr zahlreiche Stände und Betriebe zum Verweilen ein. An Wochenenden und Feiertagen bieten Weingüter und Gastronomiebetriebe regionale Spezialitäten und erlesene Weine an.
Beliebte Wanderetappen des Rotweinwanderwegs
Im Jahr 2022 wurde der Rotweinwanderweg beim Wettbewerb „Der schönste Wanderweg Deutschlands“ mit dem dritten Platz in der Kategorie „Tagestouren“ ausgezeichnet. Da die gesamte Strecke bis Altenahr für viele Wanderer zu lang ist, wurde sie in drei Etappen unterteilt. Besonders geeignet für eine Tageswanderung sind die erste Etappe mit 8,9 Kilometern bis Bad Neuenahr-Ahrweiler sowie die etwa zehn Kilometer lange dritte Etappe von Dernau nach Altenahr.
Erste Etappe: Bad Bodendorf – Bad Neuenahr-Ahrweiler (8,9 km)
Der 4.000-Einwohner-Ort Bad Bodendorf, der zur Stadt Sinzig gehört, ist bereits ein lohnendes Ziel für einen Ausflug. Im Ortskern finden sich zahlreiche Fachwerkhäuser, die teilweise mit Weinreben geschmückt sind. Bad Bodendorf markiert den Beginn des größten Rotwein-Anbaugebiets in Deutschland.
Die Etappe bis Bad Neuenahr führt die Wanderer auch an der Apollinaris-Quelle vorbei, die 1852 bei Probebohrungen entdeckt wurde. Diese Quelle wurde zwar als ungünstig für die Weinproduktion erachtet, brachte der Stadt jedoch durch den Verkauf von Mineralwasser erhebliche Einnahmen. Heute gehört Apollinaris zum Coca-Cola-Konzern und wird international vertrieben.
Das Ziel in Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ebenfalls sehenswert. Die Stadt ist in zwei Teile gegliedert: Ahrweiler, mehr als 1.000 Jahre alt, hat eine vollständig erhaltene Stadtmauer und ein Zentrum mit Fachwerkhäusern. Der jüngere Stadtteil Bad Neuenahr ist ein Heilbad und bietet Architektur aus der Gründerzeit. Trotz der schweren Zerstörungen durch die Flut im Jahr 2021 sind viele Gebäude mittlerweile wieder aufgebaut und saniert worden.
Dritte Etappe: Dernau – Altenahr (10 km)
Die dritte und letzte Etappe des Rotweinwanderwegs eignet sich ebenfalls für eine Tagestour. Sie beginnt in Dernau, das ebenfalls stark von der Flut 2021 betroffen war und dessen Wiederaufbau noch im Gange ist. Der 1.300-Einwohner-Ort bezeichnet sich selbst als „Weinkulturdorf“. Dies wird beispielsweise im Kloster Marienthal deutlich, das heute als Weingut fungiert. Hier haben Wanderer die Möglichkeit, den Ahrtal-Rotwein zu probieren.
Diese Etappe bietet zudem Ausblicke auf die Ruine der Saffenburg und die Burgruine Are und führt an Mayschoß vorbei, einem der bekanntesten Weinorte des Ahrtals, wo sich die älteste Winzergenossenschaft der Welt befindet. Am Ziel in Altenahr können besonders sportliche Wanderer noch zur Burgruine Are aufsteigen, um von dort einen herrlichen Ausblick über den Ort zu genießen. Wer es ruhiger angehen möchte, findet in den zahlreichen Restaurants und Cafés der Umgebung sicherlich einen angenehmen Platz zum Entspannen.
Anreise mit der Bahn
Für beide Etappen empfiehlt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, da man bei den zahlreichen Weinverkostungen entlang der Strecke sicher nicht nüchtern bleibt. Aufgrund der Flutschäden fährt die Bahn jedoch nur bis Walporzheim, für die Weiterfahrt nach Dernau muss auf den Bus umgestiegen werden.
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Bildquelle: Michael Wittwer via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)








