Die Anzahl der Kinder in Deutschland, die Grundsicherung erhalten, ist gesunken. Aktuell haben 1,64 Millionen Minderjährige Anspruch auf diese Leistung, wobei der Anteil ausländischer Kinder konstant bleibt.
Rückgang der Grundsicherung: Immer weniger Minderjährige in Deutschland betroffen

11,7 Prozent der minderjährigen Bevölkerung in Deutschland sind auf Grundsicherung angewiesen, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Zahl der berechtigten Kinder ist von 1,75 Millionen auf 1,64 Millionen gesunken. Dies geht aus einer Anfrage im Bundestag hervor und zeigt, dass die positive Entwicklung nicht alle Familien gleichermaßen erreicht.
Rückgang bei leistungsberechtigten Minderjährigen
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion berichtet, dass die Zahl der Minderjährigen, die Anspruch auf Grundsicherung haben, innerhalb eines Jahres abgenommen hat. Im Dezember 2025 waren von den 1,64 Millionen leistungsberechtigten Minderjährigen fast 860.000 deutsche Staatsbürger und mehr als 780.000 ausländische Staatsangehörige.
Die Verteilung zeigt, dass etwa 52 Prozent der berechtigten Minderjährigen eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, während 48 Prozent ausländischer Herkunft sind. Diese Zahlen belegen, dass Grundsicherung für Kinder hauptsächlich dann gewährt wird, wenn die Eltern das Existenzminimum nicht selbst sichern können.
Sozialleistungen und Migration
Insgesamt lag die Quote der minderjährigen Kinder, die Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II erhalten, im Dezember 2025 bei 11,7 Prozent. Hierbei waren 7,2 Prozent der Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit und 36,8 Prozent der Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit betroffen.
Laut einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gab es im März 2026 etwa 180.000 weniger ausländische Bezieher von Grundsicherung im Vergleich zum Vorjahr. Die Quote der ausländischen Bevölkerung, die auf SGB-II-Hilfe angewiesen ist, betrug 19 Prozent, was einen Rückgang um 1,4 Punkte darstellt.
Politische Reaktionen
Der sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, äußerte sich kritisch zu den Zahlen und betonte, dass mehr als jedes dritte ausländische Kind in Deutschland Bürgergeld beziehe. Er kritisierte die Ausgaben von rund 23,8 Milliarden Euro für ausländische Minderjährige seit 2015 und forderte eine Überprüfung der bestehenden Anreize zur Einwanderung in die Sozialsysteme.
Experten der Hans-Böckler-Stiftung haben jedoch festgestellt, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass Migration primär durch Sozialleistungen motiviert ist. Die Beschäftigung ausländischer Staatsangehöriger stieg im April gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 190.000 Personen, was einen Anstieg von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.
Insgesamt zeigt sich, dass die Quote der Menschen, die Leistungen aus der sozialen Mindestsicherung erhalten, bereits 2024 auf 8,7 Prozent gesunken ist. Die SGB-II-Quote lag zuletzt bei 8 Prozent.
Quellen: n-tv
Bildquelle: Bildquelle: Christian Dubovan auf Unsplash








