Im Jahr 2025 sinkt die Zuwanderung nach Deutschland um 13 Prozent auf 1,48 Millionen. Besonders stark betroffen sind Asylsuchende aus Syrien und Afghanistan. Die Nettozuwanderung fällt auf 235.000 Personen, während die Abwanderung deutscher Staatsbürger zunimmt.
Rückläufige Zuwanderung nach Deutschland: Eine Analyse für 2025

Im Jahr 2025 ist die Zuwanderungszahl nach Deutschland im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Insgesamt zogen rund 1,48 Millionen Menschen in das Land, was einem Rückgang von 13 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Parallel dazu verringerte sich die Zahl der Fortzüge um etwa zwei Prozent auf 1,25 Millionen.
Die Nettozuwanderung, die sich aus der Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung ergibt, belief sich auf 235.000 Personen. Dies bedeutet einen Rückgang um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als die Nettozuwanderung noch etwa 430.000 Menschen betrug. Der Höchstwert wurde 2022 mit 1,462 Millionen Zuwanderern erreicht.
Ein zentraler Faktor für diesen Rückgang ist die Abnahme der Asylsuchenden aus den Hauptländern. Die Nettozuwanderung aus Syrien fiel um 67 Prozent, während die Zahlen aus Afghanistan um 41 Prozent und aus der Ukraine um 21 Prozent sanken. Es ist wichtig zu erwähnen, dass geflüchtete Personen aus der Ukraine in Deutschland keinen Asylantrag stellen müssen, sondern eine vorübergehende Aufenthaltsgenehmigung erhalten.
Zusätzlich kam es zu einem Rückgang der Zuwanderung aus den EU-Staaten. Im Jahr 2025 verließen etwa 54.000 Menschen mehr die Bundesrepublik, als von dort nach Deutschland zogen. Dieser Trend hat sich in den letzten Jahren verstärkt.
Die Abwanderung deutscher Staatsbürger zeigt ebenfalls einen Anstieg. Rund 97.000 Deutsche verließen das Land, was im Vergleich zu 81.000 im Vorjahr einen deutlichen Anstieg darstellt. Die Hauptzielländer für diese Abwanderung waren die Schweiz mit 23.000 Fortzügen, gefolgt von Österreich mit 14.000 und Spanien mit 10.000.
Im vergangenen Jahr hat die Bevölkerung Deutschlands um etwa 100.000 Einwohner abgenommen. Die Zahl der Umzüge zwischen den Bundesländern blieb nahezu konstant, mit rund 996.000 registrierten Wanderungen, was einem Rückgang von 8.000 oder 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Brandenburg verzeichnete einen Anstieg von 9.000 Personen, während Bayern und Schleswig-Holstein jeweils um 8.000 Personen zulegten. Im Gegensatz dazu verließen 12.000 Menschen mehr Berlin, als in die Hauptstadt zogen. Auch Thüringen und Nordrhein-Westfalen verloren Einwohner, mit einem Rückgang von 6.000 beziehungsweise 5.000 Personen.
Quellen: tagesschau, stern
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